Ajvar

Ajvar ist eine Würzpaste aus Paprika, die ihren Ursprung auf dem Balkan hat. Wir stellen Ihnen die alte und die neue Version vor und verraten, was Sie bei der Zubereitung von Ajvar beachten müssen. In unserer Galerie finden Sie außerdem viele abwechslungsreiche Rezepte mit Ajvar.

Ajvar: Paste vom Balkan

Ajvar
Ajvar

Ajvar, manchmal auch Aivar oder Ajwar, ist eine pikante Würzpaste, die vom Balkan stammt und inzwischen alle südosteuropäischen Länder erobert hat. Dort würzt das rote Mus viele Speisen und wird als Dip oder Brotaufstrich verwendet.

Bei uns findet man Ajvar vor allem in türkischen Lebensmittelgeschäften und Imbissen, wo es Döner und Co. die richtige Würze verleiht.

Ajvar: die klassische Variante

Ajvar
Früher bestand Ajvar nur aus roter Paprika

In der ursprünglichen Version bestand Ajvar hauptsächlich aus roten Paprikaschoten. Diese wurden entkernt, geschält, angeröstet und anschließend so lange in heißem Öl gegart, bis ein Mus entstand. Der Prozess konnte schon einige Stunden in Anspruch nehmen und musste auch immer beobachtet werden, weil Avjar beim Kochen immer wieder umgerührt werden sollte. Gewürzt wurde früher nur mit Salz und Pfeffer.

Ajvar: die moderne Version

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Heute enthält Ajvar auch Auberginen

Heute kennt man unter Avjar eher eine Paste aus Paprika und Auberginen. Beide Zutaten werden zunächst im Ofen geröstet, so dass man ihnen bequem die Haut abziehen kann. Auch hier werden die Paprikaschoten außerdem entkernt.

Dann wird das Gemüse zusammen mit Knoblauch, Zwiebeln, Zitronensaft, Salz, Pfeffer und scharfen Peperoni in einem Mixer püriert. Da das Ajvar ja nicht roh bleiben soll, wird die Masse dann noch einmal mit Wasser aufgesetzt und so lange gekocht, bis die Flüssigkeit verschwunden und ein homogenes Mus entsteht.

Insgesamt ist die moderne Version des Ajvar also etwas würziger und auch schneller hergestellt.

Ajvar in der Küche

Ajvar
Nur eine von vielen Möglichkeiten: Türkische Pizza mit Ajvar

Ajvar ist vielseitig einsetzbar. Sie können Saucen, Suppen oder Currys damit würzen. Aber auch pur ist die Würzsauce ein Genuss. Servieren Sie Ajvar zum Beispiel mit Pitabrot oder streichen Sie es auf Sandwiches, um sie schön würzig zu machen. Das gleiche gilt auch für Pizzen, Flammkuchen und anderes Gebäck. Ajvar sorgt für eine besondere Note. Sie können die Paste auch mit Quark oder Joghurt zu einem Dip verrühren, wenn sie Ihnen pur zu scharf ist. Dann passt Ajvar gut zu Rohkost, Fingerfood oder auch zu Fleischgerichten.

Ajvar: Einkauf und Lagerung

Am besten schmeckt Ajvar natürlich selbst gemacht. Und die Arbeit lohnt, denn das Mus ist mehrere Monate haltbar, wenn Sie es gut verschlossen aufbewahren. Sie können also gleich größere Mengen herstellen und Ihr Ajvar muss nicht nur in Ihrer eigenen Küche bleiben. Es eignet sich auch prima als kleines, persönliches Geschenk aus der Küche.

Wenn Sie sich die Arbeit aber nicht machen möchten, Ajvar selbst zu machen oder Sie einfach mal eine schnelle Lösung brauchen, ist das auch kein Problem. Ajvar gibt es auch fertig in Gläsern. Die besten Chancen haben Sie in türkischen Lebensmittelgeschäften.

Ajvar: Rezeptgalerie

Ajvar würzt Dips, Pasta, Reis und Fleischgerichte. Entdecken Sie in unserer Bildergalerie, wie vielseitig Sie Ajvar in der Küche einsetzen können.