Eine runde Sache: Bagel

Bagel mit leckeren Füllungen werden in Europa immer beliebter. Ursprünglich ist auch der Bagel Europäer, stammt er doch aus Polen. Das Eintauchen in kochendes Wasser vor dem Backvorgang macht Bagel einzigartig.

Wie wird Bagel zubereitet?

Eine runde Sache: Bagel
Fruchtige Variante: Bagel mit Frischkäse und Erdbeeren

Der Bagel ist weit mehr als ein Brötchen mit Loch. Der Bagel Teig besteht lediglich aus Mehl, Hefe, Honig, Salz und Wasser. Durch den Gärprozess der Hefe dauert die Zubereitung von Bagel bis zu zwei Tagen. Während der Ruhezeit in einem gekühlten Raum bildet sich die bageltypische Haut. Danach werden die Kringel in kochendes Wasser getaucht und mit Kürbiskernen oder Sesam oder auch gar nicht garniert. Goldbraun wird der Bagel dann im Ofen gebacken, um schließlich mit allerlei Füllungen gegessen zu werden. Dank der speziellen Zubereitungsweise ist die Konsistenz von Bagel ist wesentlich fester als die anderer Brotsorten in den USA: Ein Umstand, der zur weltweiten Beliebtheit von Bagel beiträgt.

Bagel: Herkunft

Eine runde Sache: Bagel
Bagel mit Frischkäse und Lachs ist ein Klassiker

Oft wird angenommen, dass Bagel aus den Vereinigten Staaten stammt − eine Annahme, die nicht ganz richtig ist: "Beygls", rundes Gebäck, das gekocht wird, wurde in Krakau schon im 17. Jahrhundert erwähnt. Legenden erzählen, dass der Bagel ein Geschenk für Gebärende war oder auch, dass Bagel während der türkischen Besatzung Wiens erfunden wurden. Wahr scheint zu sein, dass der Bagel mit jüdischen Migranten aus Osteuropa in die USA gelangt ist. Bagel sind auch heute noch ein Teil der koscheren Esskultur, was an der Tatsache ersichtlich wird, dass beim Klassiker mit "creamcheese and lox" (Frischkäse und Lachs) die Kombination von Fleisch mit Milchprodukten vermieden wird. Das Essen von Milch oder Milchprodukten mit Fleisch ist strenggläubigen Juden nicht gestattet, weswegen der Lachs bei diesem Bagel als Fleischersatz eingesetzt wird.