Ungarische Küche

Die ungarische Küche ist eine der besten Küchen Osteuropas und kann großzügig noch zur Balkan-Küche dazugerechnet werden. Sie hat einfache bäuerliche Gerichte wie Pörkölt hervorgebracht, ist aber auch bekannt für ihre opulenten Süßspeisen. Allgegenwärtig in der Balkan Küche ist das Gewürz Paprika.

Gulasch ist nicht gleich Gulasch

Ungarische Küche
Grünes Letscho

Die ungarische Küche ist eine Mischung aus Bauern-Essen und Gerichten des Adels. Viele ursprünglich ungarische Gerichte haben zur Kaiserzeit auch den Weg nach Wien gefunden, wie beispielsweise Pörkölt oder Palatschinken. Die klassische Art des Kochens findet in Csurdas (traditionellen Gasthäusern) und auf dem Land noch in Kesseln statt. In diesen wird Fischsuppe oder Gulasch, das hier eine Fleischsuppe mit Kartoffeln und Gemüse und kein Ragout ist, gekocht. Was bei uns unter dem Namen Gulasch bekannt ist, heißt in Ungarns Küche hingegen Pörkölt. Neben dem allgegenwärtigen Paprikapulver wird in Ungarn viel mit Schweineschmalz und Sauerrahm gekocht. Zwar ist das Fleisch in der Ungarischen Küche sehr dominant, doch gibt es auch Gemüsegerichte wie beispielsweise Lecsó. Dieses Schmorgericht besteht aus Tomaten, Paprika sowie Zwiebeln und wird oft als Hauptspeise oder Beilage zu Grillfleisch gereicht.

Süße Tortenträume

Ungarische Küche
Süßer Traum der Balkan Küche: Dobos Torte

Eine Sünde wert sind die Torten der Ungarischen Küche wie die Dobos- oder die Esterházytorte. Die Dobostorte ist ein opulenter Tortentraum, die vom Budapester Konditor Jószef Dobos Ende des 18. Jahrhunderts kreiert wurde. Sie besteht aus sieben Biskuit- und sechs Schoko-Buttercremeschichten und wird mit Karamell glasiert. Der Dobos-Torte nicht unähnlich ist die Esterházy-Torte, die nach dem Adligen und Diplomaten Paul III Anton Esterházy de Galantea benannt ist. Es handelt es sich dabei um eine Mandel-Schoko-Torte, deren heller Schokoladenüberzug mit einem Muster aus dunkler Schokolade typisch ist: ein süßer Traum der ungarischen Küche.