También la lluvia

Als die Bewohner der bolivianischen Stadt Cochabamba nicht einmal mehr den Regen sammeln durften, weil ein nordamerikanischer Konzern die Wasserwerke erworben hatte, brach im Jahr 2000 der Wasserkrieg aus. Der Film "Tambien la lluvia" der spanischen Regisseurin Icíar Bollaín baut das reale Ereignis in die fiktive Geschichte um einen Filmdreh ein.

Kampf um Wasser

"También la lluvia" - sogar der Regen wurde den Bewohnern Cochabambas genommen. Als der Regisseur Sebastián (Gael García Bernal) einen Spielfilm über Christopher Columbus und die Brutalität der spanischen Eroberer in der Stadt dreht, wird die Filmcrew immer stärker in die Proteste gegen eine Wasserpreiserhöhung von 300 Prozent verwickelt. Hauptkomparse Daniel entwickelt sich zum Führer der indigenen Protestbewegung. Und bald zeigen sich erschreckende Parallelen zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Wie in Columbus' Zeiten kämpfen hochgerüstete Soldaten gegen Ureinwohner mit Knüppeln.

Thomas Kammeier kocht

Nach dem Film kocht Sternekoch Thomas Kammeier ein südamerikanisches Dreigänge-Menü, das es in einer fleischlastigen und einer vegetarischen Variante gibt. Die Vegetarier dürfen sich auf Plátano al horno, "Kochbananen aus dem Ofen, Koriander Bohnen, Rosinen und Salsa Picante" freuen, während es sich beim Hauptgang mit Fleisch um Lechón con Frijoles fuerte, "Konfiertes Spanferkel auf Koriander Bohnen, Rosinen und Salsa Picante" handelt. In dem Talk mit Markus Kliesch vom Berliner Wassertisch geht es um das Thema "Wasser macht Geschichte".

También la lluvia läuft am 16. Februar um 19.30 im Martin-Gropius-Bau in Berlin. Es handelt sich um die Weltpremiere und der Film wird auf Spanisch mit deutschen und englischen Untertiteln gezeigt.