Willkommen bei LandWert!

Jette Weigel ist Marketingassistentin der LandWert Manufakturen. Sie kennt den Bio-Hof in- und auswendig und zeigt uns die einzelnen Hofbereiche. Was es mit den Pflanzen auf sich hat, die man hinter ihr sieht, das verrät sie uns ganz zum Schluss.

Das Herzstück: die Rinderherde

Auf dem Weg zum Hof der LandWert Manufakturen sieht man schon von weitem die Hereford-Rinder auf der Weide grasen. "Sie sind das Herzstück des Hofes", erzählt Jette Weigel. "Wir betreiben eine Mutterkuhhaltung. Die Mutterkühe werden per Natursprung gedeckt und bekommen nach neun Monaten ihre Kälber auf der Weide. Zur Zeit laufen hier 68 Mutterkühe und 64 Kälber."

Hohe Fleischqualität

"Für ein gutes Verhältnis von Fleisch und Fett werden unsere Hereford-Mutterkühe von Aubrac Bullen gedeckt", erklärt Jette Weigel. Insgesamt zweieinhalb Jahre leben die Rinder in der Herde. Dann wiegt ein Rind rund 350 Kilo und wird geschlachtet. Konventionell gehaltene Rinder werden schneller gemästet und nach ca. 18 Monaten geschlachtet.

Das ganze Jahr über draußen

Die Mutterkuhherde lebt hier das ganze Jahr über draußen. Ob es im Winter nicht zu kalt für die Tiere ist? Jette Weigel: "Die Optimaltemperatur für Kühe liegt bei fünf bis zehn Grad. Draußen ist es also ideal für sie." Ein offener Stall bietet einen trockenen Futterplatz und ausreichend Wasser.

Das Erdreifgewölbe

Auf dem Weg vom offenen Stall zum Hofmarkt fällt ein großer mit Gras bewachsener Hügel ins Auge. Was sich hinter der orange leuchtenden Tür verbirgt? "Das ist eigentlich unser Keller", erklärt Jette Weigel. "Ein Lehmbau, der mit Erde aufgeschüttet wurde. Hier herrschen ideale Bedingungen fürs Räuchern und Reifen. Unser Seeluftschinken räuchert hier zwölf Monate lang."

Geräucherte Pfefferwurst

Metzgermeister Frank Peper kommt gerade mit Pfefferbeißern aus dem Erdreifgewölbe. "Die sind letzte Woche rein gekommen und waren einmal im Rauch", berichtet er stolz. Prompt drückt er uns eine Wurst zum Probieren in die Hand. Knackig, pfeffrig, köstlich!

Landschweine in Aktion

Hinter dem Hofmarkt dürfen 30 Landschweine ihrem natürlichen Drang nachgehen: Schnüffeln, wühlen und futtern. Und so sieht man die Tiere hier die meiste Zeit mit der Schnauze am Boden. Eifrig sind sie Hafer, Leinsamen, Futtererbsen, Sonnenblumen und Leguminosen auf der Spur. Jette Weigel: "Wir haben die Schweine im Alter von vier bis fünf Monaten von einem Bioland-Betrieb aus Brandenburg bekommen. Nach vierzehn Monaten wiegen sie rund 120 Kilo und sind reif zur Schlachtung." Schweine aus konventioneller Haltung nehmen schneller zu und sind unter einem Jahr alt, wenn sie zur Schlachtung kommen.

Ruheraum

Auf der Rückseite des Hofmarktes, gegenüber der Schweine-Wiese, sieht man einen Raum, der aussieht wie ein Stall. "Bevor die Tiere geschlachtet werden, kommen sie für 24 Stunden in diesen Ruheraum. Er ist wie ein normaler Stall gestaltet. Hier sollen die Tiere zur Ruhe kommen, damit sie stressfrei geschlachtet werden können. Denn Stress wirkt sich negativ auf die Fleischqualität aus", erklärt Jette Weigel.

Gläserne Metzgerei

Jede Woche werden auf dem Hof Rinder und Schweine geschlachtet. Die Tiere stammen nicht nur vom Hof, sondern auch von den umliegenden Betrieben der Erzeugergemeinschaft. Große Fenster bieten den Besuchern einen Blick auf die Arbeit der Metzger. Jette Weigel: "Unsere Metzgerei ist eine Warmfleischschlachterei. Das bedeutet, dass die Tiere nach dem Tötungsprozess innerhalb eines bestimmten, kurzen Zeitraums zerlegt werden. Wir nutzen so die natürlichen Konservierungsprozesse im Fleisch voll aus. So können wir auf Citrat oder Phosphat zur Haltbarmachung verzichten und das Fleisch schmeckt natürlicher."

Der Hofmarkt

Die gläserne Metzgerei befindet sich im Hauptgebäude des LandWert Hofes - im so genannten Hofmarkt. Hier gibt es auch eine Hofküche und ein Deli. An der Frischetheke werden Fleisch, Wurst und Schinkenspezialitäten angeboten, außerdem kann man Produkte aus der LandWert Feinkostmanufaktur und weitere Bio-Produkte kaufen.

LandWert Feinkost

Produkte aus der LandWert Feinkostmanufaktur sind zum Beispiel feine Fruchtaufstriche und vegetarische Brotaufstriche. Die Fruchtaufstriche in den Sorten Himbeere, Erdbeere, Kirsche, Pflaume und schwarze Johannisbeere haben einen Fruchtanteil von 65 bis 75 Prozent und enthalten wenig Zucker. Vegetarische Brotaufstriche gibt es in den Sorten Rote Bete, Zwiebel und Möhre, Tomate und Zwiebel sowie Haferflocken.

Hofküche im Hofmarkt

Wer beim Anblick der LandWert Spezialitäten schon im Hofmarkt Hunger bekommt, kann an der langen Tafel Platz nehmen, den Köchen zuschauen und die hausgemachten Fleisch- und Wurstspezialitäten genießen. Entspannte Atmosphäre und ein herrlicher Hofblick durch große Fenster sind hier inklusive. Bei schönem Wetter findet man auch draußen einen gemütlichen Platz unter Bäumen.

Feine Speisen

Auch der obere Bereich des Hofmarktes lädt zum Verweilen und Essen ein. Bis 14 Uhr gibt es täglich ein Frühstücksangebot. Jeden Sonntag findet von 10 bis 14 Uhr ein Brunch statt. Bis 18 oder 22 Uhr werden außerdem kleine Speisen wie Hofbratwurst, Carpaccio vom Hereford-Rind oder Vegetarisches, Hauptgerichte, beispielsweise Kotelett vom Landschwein an Balsamico-Zwiebeln und Gemüse-Risotto, sowie hausgemachter Kuchen serviert.

Das Gutshaus

Lust auf Kaffee und Kuchen mit Gartenblick? In dem weißen Gutshaus gibt es wunderbaren Kaffee und Kuchen. Eine große Glasfront im hinteren Bereich gestattet einen großzügigen Blick auf den Hofgarten. Hier finden auch regelmäßig Kochkurse statt - für Erwachsene und für Kinder und Jugendliche des Schulbauernhofs. Den Verein LandWert Schulbauernhof e.V. gibt es seit 2008. Ziel ist es, dass Kinder ökologischen Landbau, gesunde Ernährung und den Umgang mit Pflanzen und Tieren erleben und sich der Herkunft von Lebensmitteln bewusst werden. Jette Weigel: "Zur Zeit wird neben dem Gutshaus ein eigenes Gebäude für den Schulbauernhof gebaut, mit Ziegenstall und Heuboden."

Die Feinkostmanufaktur

Neben dem Gutshaus füllen Mitarbeiter in der LandWert Feinkostmanufaktur Gläser mit Fruchtaufstrichen und vegetarischen Brotaufstrichen, die nach strengen Öko-Richtlinien entstehen. Die Zutaten für die LandWert Feinkostprodukte stammen aus der Region.

Kräutercarrees

Zum Schluss unseres Rundgangs erzählt Jette Weigel, was es mit den so genannten Kräutercarrees auf sich hat, die mitten auf dem Hof stehen und wunderschön anzusehen sind: "Alles was hier drin wächst, kann man auch essen! Fette Henne zum Beispiel kennen viele aus dem eigenen Garten. Wussten Sie, dass man die Blätter im Frühjahr ernten kann? Unsere Köche nehmen sie für Salate. Diese Sorte schmeckt mild-frisch. Oder die gelbe Tag-Lilie. Im Frühjahr kann man davon die ganze Pflanze mit Ausnahme des Stengels in der Küche verwenden. Die Wurzel etwa bereiten wir wie eine Kartoffel zu. Sie schmeckt schön nussig."