Rund um die Birne

Die Spätsommersonne gibt ihnen den letzten Schliff, dann können glückliche Gartenbesitzer sie ernten: Die Birnensaison ist da. Völlig zu Unrecht stehen sie im Schatten des Apfels, denn geschmacklich haben sie einiges zu bieten: Die Birne schmeckt in Kuchen oder Kompott ganz wunderbar, gibt aber auch herzhaften Gerichten eine fruchtige Note.

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Rund um die Birne
Leuchtend, knackig & gesund: die Birne

Birnen gehören - wie die Äpfel - zu den Rosengewächsen und sind Kernobst. Schon die alten Römer bauten Birnen an. Mittlerweile gibt es über 5000 Birnensorten, die bei uns bekanntesten sind Gute Luise, Alexander Lucas, Abate Fetel und Williams Christ. Allen Birnen gemeinsam ist ihre flaschenähnliche Form. Farblich variieren sie von Grün über Gold-Gelb bis hin zu leuchtendem Rot.

Birnen in der Küche

Birnen, Bohnen und Speck
Birnen, Bohnen und Speck

Birnen werden grob in zwei Typen unterschieden: die Tafelbirne und die Mostbirne. Mostbirnen werden gekeltert und zu Saft oder Birnenschnaps verarbeitet. Tafelbirnen kann man roh verzehren, zartschmelzend und saftig bereichern sie jeden Obstkorb oder Obstsalat. Sie eigenen sich aber auch sehr gut für Kompott oder Mus, im Kuchen oder als Dessert. Berühmt ist die „Birne Helene“: Die Birne wird in Zuckerwasser pochiert und anschließend mit Vanilleeis und Schokoladensauce angerichtet.

Aber auch zu herzhaften Gerichten passen Birnen sehr gut: Sie sind, halbiert und mit Preiselbeeren gefüllt, die klassische Beilage zu Wild. Sie passen auch wunderbar in einen herbstlichen Salat oder als Ergänzung auf den Käseteller. In Norddeutschland ist außerdem das Gericht „Birnen, Bohnen und Speck“ sehr beliebt. Getrocknete Birnen heißen in Süddeutschland und Österreich übrigens Kletzen. Zu Weihnachten wird mit ihnen das Kletzenbrot gebacken.

Tipps zu Einkauf und Lagerung

Beim Einkauf sollten Sie darauf achten, dass die Birne zwar reif, aber nicht zu reif ist. Dies können Sie vorsichtig per Fingerdruck testen: Die Birne sollte ganz leicht nachgeben. Außerdem sind ein angenehmer Birnenduft und eine glatte Schale Zeichen für die optimale Reife. Kaufen Sie keine Birnen mit Druckstellen, denn diese beginnen sehr schnell zu faulen. Da Birnen sehr druckempfindlich sind, werden sie noch unreif geerntet. Erst auf dem Transport in die Läden werden sie genussreif. Zuhause bewahren Sie die Birnen am besten an einem dunklen, kühlen Ort auf. Außerdem sollten sie nicht neben Äpfeln oder Trauben liegen, da diese ein Gas absondern, das Birnen schneller reifen lässt.

Rundum gesund mit Birnen

Rund um die Birne
Salat mit Birne

Birnen sind sehr viel säureärmer als Apfel, deswegen vertragen die meisten Menschen sie besser. Birnen sind beispielsweise auch für Babybreis gut geeignet. Auch während Diäten darf man gern zur Birne greifen, denn sie wirken durch ihre Süße Heißhungerattacken entgegen. Zudem regen sie die Verdauung an und wirken entschlackend und entwässernd. Der hohe Phosphorgehalt der Birnen stärkt außerdem das Nervensystem. Sie sollten Birnen am besten mit Schale verzehren, denn hier sitzen die meisten Vitamine und Mineralstoffe.

Exotische Schwester: die Nashi-Birne

Mittlerweile sind im Supermarkt neben den klassischen Birnensorten auch immer öfter Nashi-Birnen zu finden. Es stimmt nicht, dass sie eine Kreuzung zwischen Apfel und Birne ist. Vielmehr ist sie die asiatische Schwester unserer europäischen Sorten, weswegen sie auch japanische Birne heißt. Im Vergleich zu europäischen Birnen schmeckt die Nashi-Birne etwas milder und weniger süß, ihr Fleisch ist knackiger.