Feuerbohnen

Feuerbohnen sind eine beliebte Köstlichkeit in der Steiermark, dort bekannt als Käferbohnen. Was die gesprenkelten Hülsenfrüchte so besonders macht und woher sie eigentlich kommen, sagen wir Ihnen hier. Außerdem geben wir Tipps rund um Einkauf, Lagerung und Verarbeitung von Feuerbohnen. Wir sagen Ihnen auch, welche wertvollen Inhaltstsoffe sich in ihnen verbergen warum es sich lohnt, Feuerbohnen auf den Speiseplan zu setzen.

Feuerbohnen: Herkunft und Merkmale

Feuerbohnen
Feuerbohnen gibt es vermehrt in Nord-Europa

Feuerbohnen sind u.a. auch als Käferbohnen, Prunkbohnen, Türkische Bohnen und Schminkbohnen bekannt. Als Mitglied der Schmetterlingsblütlerfamilie gehören Feuerbohnen zu den Hülsenfrüchten. Ursprünglich stammen Feuerbohnen aus dem tropischen Amerika und wurden im 17. Jahrhundert nach Europa transportiert. Da Feuerbohnen Kälte besser tolerieren als die Gartenbohne, sind sie eher im nördlichen Europa anzutreffen. Ihren Namen verdanken Feuerbohnen ihren kräftig roten Blüten und werden ihretwegen auch als Zierpflanze genutzt. Die Hülsen der Feuerbohnen können bis zu 25 cm lang werden. Die in ihnen enthaltenen Samen sind meist braun, schwarz, violett oder rot gefleckt.

Feuerbohnen: Einkauf und Lagerung

Die Samen von Feuerbohnen sind entweder getrocknet erhätlich oder vorgegart in Konserven. Die trockenen Feuerbohnen sollten Sie trocken und gut verschlossen lagern. Dann sind sie etwa ein Jahr haltbar. Feuerbohnen, die zu lange gelagert werden, bleiben beim Kochen hart und sind dann nicht mehr genießbar. Feuerbohnen in Konserven tragen eine Mindesthaltbarkeitsdatum, nach dem Sie sich richten können. Einmal geöffnet, sollten Sie die Feuerbohnen jedoch schnell verbrauchen. Jung geerntete Feuerbohnen sind auf Märkten manchmal auch mit Hülsen erhätlich. Im Kühlschrank halten sie sich maximal 2-3 Tage. Am besten schmecken Feuerbohnen aber natürlich ganz frisch.

Feuerbohnen: Verarbeitung

Feuerbohnen
Feuerbohnen müssen vor dem Verzehr zirka 2 Std. garen

Wenn Sie getrocknete Feuerbohnen verwenden, müssen diese vor dem Kochen mind. 12 Stunden einweichen. Es ist wichtig, dass dabei alle Feuerbohnen in der Flüssigkeit liegen, denn nicht ausreichend eingeweichte Samen werden beim Kochen nicht weich. Die Garzeit beträgt dann etwa noch 2 Stunden. Wenn Sie die Feuerbohnen für Salate oder Hauptgerichte verwenden möchten, sollten Sie Salz zum Kochwasser geben. Sie können Feuerbohnen aber auch süßlich abschmecken und dafür ein wenig Zucker hinzufügen. Die im Herbst ganz jung geernteten Feuerbohnen können Sie wie grüne Bohnen verarbeiten, also mit ihrer Hülse. Sie sind ohne vorheriges Einweichen in 30 Minuten gar. Gekochte Feuerbohnen können Sie auch einfrieren. Das kann die blähende Wirkung verringern, die bestimmte Inhaltsstoffe der Feuerbohnen mit sich bringen. Auch die Zugabe von Lorbeer oder Bohnenkraut kann dazu beitragen.

Feuerbohnen sind sehr vielseitig einsetzbar. Nicht nur in Suppen, Salaten und als Beilage sind sie beliebt. In der Steiermark z.B. werden Feuerbohnen auch für Mehlspeisen, Desserts und Konfekt benutzt. Püriert und passiert ergeben sie ein köstliches Püree. Ebenfalls aus der Steiermark stammt das wohl bekannteste Rezept für Feuerbohne, der sogenannte Käferbohnensalat. Er besteht aus frischen Zwiebelscheiben, Essig, steierischem Kürbiskernöl und natürlich Feuerbohnen.

Tipp: Feuerbohnen quellen sehr stark. Aus ca. 500 g trockenen Bohnen können Sie den Käferbohnensalat für 8 Personen zubereiten.

Feuerbohnen: Inhaltsstoffe

Feuerbohnen enthalten mit 1,2% einen besonders hohen Anteil an dem schädlichen Stoff Phasin. Deswegen dürfen sie niemals roh verzehrt werden. Durch Temperaturen über 75 Grad Celsius wird der Stoff aber unschädlich gemacht und Sie können Feuerbohnen unbeschwert genießen.

Vor allem haben Feuerbohnen aber viele wertvolle Inhaltsstoffe. Zunächst liefern sie viele Kohlenhydrate und jede Menge Eiweiß und sind dabei sehr fettarm. In Kombination mit Milchprodukten und Getreide können Feuerbohnen deswegen eine vollwertige Mahlzeit bilden.

Außerdem stecken in Feuerbohnen viele Minarelstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe, denen man eine positive Wirkung auf die Gesundheit nachsagt. Wie alle Hülsenfrüchte, haben Feuerbohnen einen hohen Ballaststoffanteil und sorgen damit für langanhaltende Sättigung. Dieser Tatsache spricht man eine cholesterinsenkende Wirkung zu.