Colomba Pasquale

Colomba Pasquale bedeutet Ostertaube und bezeichnet einen italienischen Osterkuchen. Wir sagen Ihnen, was das Gebäck ausmacht, was hinein gehört und warum Sie für Colomba Pasquale etwas Zeit einplanen sollten.

Colomba Pasquale: Osterkuchen aus Italien

An Weihnachten gibt es in Italien Panettone. Das Gegenstück, das traditionell an Ostern gereicht wird, nennt man Colomba Pasquale. Übersetzt bedeutet der Begriff Ostertaube und so sieht das Gebäck auch aus. Die Colomba Pasquale wird nämlich in speziellen Formen gebacken, die die Form einer Friedenstaube darstellen sollen.

Colomba Pasquale
Der traditionelle italienische Osterkuchen wird in Taubenform gebacken

Colomba Pasquale: Die richtigen Zutaten

Die Basis für Colomba Pasquale ist ein üppiger Hefeteig aus reichlich Eigelb, Butter, Milch, Zucker, etwas Salz, Mehl und natürlich Hefe. Zusätzlich erhält die klassische Colomba Pasquale eine Glasur aus Eiweiß und Zucker und wird mit Mandeln verziert. Inzwischen gibt es aber weitaus mehr Varianten. Häufig findet man die Colomba Pasquale zum Beispiel mit Orangeat und Zitronat. Auch kandierte Früchte sind üblich. Sie können das italienische Ostergebäck auch mit verschiedenen Nüssen und sogar mit Schokolade zubereiten. Wenn Sie mögen, können Sie auch Trockenobst, wie Cranberries oder Aprikosen, in Ihre Colomba Pasquale geben. Inzwischen werden auch immer häufiger Rosinen verwendet, so dass das Ostergebäck sehr stark an Panettone erinnert.

Colomba Pasquale: Kaltgegangener Hefeteig

Colomba Pasquale
Bevor die Colomba Pasquale in den Ofen kommt, braucht es etwas Geduld

Den Hefeteig für die Colomba Pasquale lässt man zunächst kalt im Kühlschrank gehen. Das Aufgehen in Kälte dauert länger als in Wärme und führt dazu, dass der Teig ein feineres Hefearoma entwickeln kann. Die genauen Gehzeiten hängen zwar vom Rezept ab, ganz traditionell nimmt die Zubereitung des Kuchens aber knapp zwei Tage in Anspruch.

Nachdem der Grundteig angesetzt ist, wird empfohlen, ihn eine halbe Stunde ruhen zu lassen. Nach erneutem Durchkneten ruht er dann am besten über Nacht oder etwa zwölf Stunden im Kühlschrank. Am nächsten Morgen bzw. nach der Ruhezeit können Sie mit der Verarbeitung der Colomba Pasquale fortfahren. Die Masse sollte etwa auf doppelte Größe aufgegangen sein und Blasen werfen.

Der Teig wird mit den weiteren Zutaten wie Trockenfrüchten oder Oangeat verknetet und in eine Taubenform gegeben. In der Form muss er erneut zwei bis drei Stunden an einem warmen Ort gehen, bevor die Colomba Pasquale endlich in den Ofen wandern darf.

Noch ein Tipp: In Deutschland ist es recht schwer, eine Taubenform für die Colomba Pasquale zu bekommen. Es geht natürlich auch mit einer beliebigen anderen Backform. Wenn Sie geschickt sind, können Sie auch versuchen, eine Taubenform aus Alufolie zu basteln, oder vielleicht bringen Sie sich eine Form als Souvenir aus dem Italienurlaub mit.

Colomba Pasquale: So wird sie gegessen

In Italien ist die Colomba Pasquale in der Regel Teil des alljährlichen Osterpicknicks und dient dort als Nachtisch. Sie können das süße Gebäck aber ebenso gut zum Frühstück genießen. Leicht getoastet mit etwas Butter oder Konfitüre ist Colomba Pasquale ein Genuss. Auch auf der Kaffeetafel macht der italienische Kuchen was her. Der Aufwand, Colomba Pasquale herzustellen, lohnt sich also.