Die Pritkin-Diät

Die Pritkin-Diät verspricht große Erfolge in kürzester Zeit. Dazu sollen vor allem Kohlenhydrate verzehrt werden. Fisch und Fleisch sind verboten. Wir haben uns dieses Modell genauer angesehen und beleuchten Vor- und Nachteile.

Pritkin-Diät: das Gegenteil von Atkins

Die Atkins-Diät ist in den letzten Jahren recht bekannt geworden. Sie verspricht eine rasante Gewichtsabnahme durch den Verzicht auf Kohlenhydrate. Seit den 1950er Jahren gibt es ein Modell, dass auf das komplette Gegenteil setzt. Der amerikanische Arzt Nathan Pritkin entwickelte nach ihm benannte Diät ursprünglich nicht zur Gewichtsreduktion, sondern um Gefäßerkrankungen zu lindern und den Cholesterinspeigel senken zu können. Sein erster Patient war er selbst und wie sich herausstellte, eignet sich die Diät, die fast ausschließlich auf Kohlenhydrate setzt, durchaus auch, um lästige Pfunde purzeln zu lassen.

Pritkin-Diät: Das kommt auf den Speiseplan

Die Pritkin-Diät setzt hauptsächlich auf Kohlenhydrate. Nudeln, Brot, Kartoffeln und Co. sollen etwa 80% der Nahrung ausmachen. Zusätzlich sind Obst, Salate, Gemüse und fettarme Suppen erlaubt. Was allerdings völlig vom Speiseplan gestrichen wird, sind Fisch und Fleisch, weil auf Fett so weit wie möglich verzichtet werden soll. Milchprodukte wie Käse oder Butter sind nur in sehr seltenen Fällen gestattet, dann aber ebenfalls so fettarm wie möglich. Insgesamt soll man seinen Tag bei der Pritkin-Diät mit einer Gesamtsumme von 650 kcal bestreiten.

Bewertung der Pritkin-Diät

Vorteilhaft ist an der Pritkin-Diät, dass sie nicht allein über die Ernährung funktionieren soll, sondern das Konzept erst durch zusätzliche sportliche Aktivität komplett wird.

Aber wie bei der Atkins-Diät kritisieren Experten die Einseitigkeit der Ernährung. Durch den Verzicht auf Fisch und Fleisch sowie weitgehend auf Milchprodukte und fettreiche Lebensmittel, muss man einen Mangel an wertvollen Fettsäuren, Eisen oder Calcium fürchten.

Zwar empfiehlt auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), einen Großteil der Energiezufuhr durch Kohlenhydrate, vor allem Vollkornprodukte, zu gewährleisten. In diesen großen Mengen kann der hohe Ballaststoffgehalt den Darm aber schnell überlasten. So kann es zu Verdauungsstörungen kommen.

Weiterhin ist die vorgesehene Kalorienzahl von 650 pro Tag viel zu niedrig, um sich dauerhaft darauf beschränken zu können. Ein erwachsener Mensch benötigt abhängig von Alter und körperlichen Voraussetzungen mindestens das dreifache täglich und kann auch damit je nach Lebensstil noch abnehmen.

Insgesamt ist deshalb zu sagen, dass die Pritkin-Diät sicherlich schnell zu Erfolgen führt, allerdings im schlimmsten Fall auf Kosten der Gesundheit. Daher ist eine gesunde und ausgewogene Mischkost kombiniert mit ausreichend Bewegung eher zu empfehlen, um Gewicht zu verlieren und es dann auch zu halten.