Erbsen: Wissenswertes

Deutsche Erbsen haben von Juni bis Ende September Saison, Hauptanbaugebiet hier zu Lande ist Sachsen-Anhalt. Erfahren Sie mehr Wissenswertes über Erbsen und lesen Sie unsere Tipps zu Einkauf und Lagerung sowie zur richtigen Verarbeitung von Erbsen.

Erbsen: Sorten, Merkmale und Herkunft

Erbsen: Wissenswertes
Frische Erbsen

Erbsen, auch Gartenerbsen oder Speiseerbsen, gehören zu den ältesten Nutzpflanzen der Welt. Ursprünglich stammen die kleinen Hülsenfrüchte aus Kleinasien. Heute sind sie auf der ganzen Welt beliebt und werden als wertvoller Proteinspender geschätzt.

Obwohl es von den Schmetterlingsblütlern insgesamt über 80 Sorten gibt, sind bei uns nur drei von ihnen relevant. Die Markerbse hat ein leicht eckiges Aussehen. Sie werden meist für die Konservierung genutzt, wobei hellere Exemplare für Nasskonserven dienen, während dunklere Sorten in der Frostung eingesetzt werden.

Pal- oder Schalerbsen sind mehlig im Geschmack und haben runde glatte Samen. Sie werden relativ jung geerntet und als Trockenspeiseerbsen verwendet. Die süßlichen Zuckererbsen können durch ihre frühe Ernte und die dadurch kaum ausgereiften Samen mit ihrer Hülse verzehrt werden. Bei den anderen Sorten werden nur die darin liegenden Kerne gegessen.

Meist sind die Hülsen von Erbsen grün. Es gibt sie jedoch auch in blauer, gelber, bräunlicher oder gar schwarzer Färbung. In ihnen liegen geschützt vier bis zehn Samen.

Speiseerbsen werden heute weltweit kultiviert. Deutschlands Hauptanbaugebiet ist Sachsen-Anhalt. Die Saison der heimischen Pflanzen reicht von Anfang Juni bis Ende September.

Erbsen: Tipps zu Einkauf und Lagerung

Erbsen: Wissenswertes
Erbsen auf dem Markt

Für Palerbsen gilt: Die Hülse sollte glänzen, die inneren Erbsen-Samen nicht zu erkennen sein. Ein gelblich verfärbter Blütenansatz deutet auf mangelnde Frische hin. Markerbsen sollten knackig grün sein. Wenn sie schon weißlich-gelbe Flecken auf der Oberfläche haben, sollten Sie sie liegen lassen. Bedenken Sie, dass die Hülsen bei diesen Erbsensorten nicht gegessen werden. Es entsteht also noch einiges an Abfall. Für 300g Erbsen sollten Sie etwa 1kg Schoten einkaufen. Anders verhält es sich natürlich bei Zuckererbsen. Sie können im Ganzen verzehrt werden. Je kleiner die Hülsen, desto zarter die Erbsen.

Alle frischen Erbsensorten können Sie einige Tage in ein feuchtes Tuch gewickelt oder in einem Frischhaltebeutel im Kühlschrank aufbewahren. Lassen Sie aber die Kerne noch in ihren Hülsen. So verderben sie nicht so schnell. Sie können Erbsen natürlich auch bereits ausgelöst zu kaufen. Sie sind in Konserven oder tiefgekühlt erhältlich. Zu empfehlen sind eher die TK-Erbsen. Sie wurden frisch schockgefrostet und haben noch ihre leuchtende Farbe und mehr der wertvollen Nährstoffe.

Erbsen richtig verarbeiten

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Frisch gepulte Erbsen

Frische Erbsen bedeuten einiges an Zeitaufwand, denn es dauert etwas, bis Sie die kleinen Kügelchen aus ihren Hülsen befreit haben. Aber der frische Geschmack belohnt die Arbeit! Sie können die Schoten einfach öffnen und die Samen heraus pulen. Diese müssen dann etwa 10 bis 15 Minuten in etwas Wasser garen. Etwas Zucker im Kochwasser hilft, das leuchtende grün zu erhalten. Tipp: Bei ganz jungen Schoten können Sie sich das Pulen sparen. Beim Kochvorgang platzen sie aus ihren Hüllen heraus und schwimmen dann oben, so dass sie abgeschöpft werden können.

TK-Erbsen werden ebenfalls in Wasser gekocht. Verwenden Sie jedoch nicht zu viel Wasser. Bei gefrosteten Pfannengerichten zum Beispiel soll das Wasser in der Garzeit verdunsten. Sie können Speiseerbsen auch selbst einfrieren. Dafür müssen Sie sie nur kurz blanchieren, in Eiswasser abschrecken und in einem geeigneten Gefäß verpacken. So halten sich die Hülsenfrüchte etwa 12 Monate. Konserven-Erbsen sind in der Regel vorgegart. Es reicht also aus, sie kurz zu erwärmen.

Zuckerschoten müssen nicht ausgepult werden. Entfernen Sie einfach den Stielansatz und evtl. vorhandene Fäden. Sie können sie dann roh oder kurz blanchiert genießen.

Was in Erbsen steckt

Erbsen: Wissenswertes
Erbsenschote mit Samen

Speiseerbsen sind nicht nur lecker, sondern auch noch richtig gesund! Grüne, unreife Samen enthalten Proteine, sehr wenig Fett und Kohlenhydrate. Mit zunehmendem Reifegrad steigt der Anteil aller Komponenten stark an. Gerade für alle, die auf Fleisch verzichten möchten sind Hülsenfrüchte also eine mögliche Eiweißquelle. Die Ballaststoffe in Erbsen sorgen für ein ausreichendes Sättigungsgefühl. Außerdem stecken in Erbsen wichtige essentielle Aminosäuren und wertvolle Mineralstoffe wie Calcium, Magnesium, Eisen und Zink.