Erdnussbutter

In Amerika werden die meisten Erdnüsse zu Erdnussbutter verarbeitet. Wir sehen uns den Aufstrich einmal genauer an und sagen Ihnen, wie Sie ihn einfach selbst herstellen können. Was Erdnüsse in dieser Form in der Küche können, verraten unsere Rezepte.

Was Erdnussbutter ausmacht

Erdnussbutter
Cremige Erdnussbutter

Erdnussbutter ist ein Brotaufstrich, der hauptsächlich aus gemahlenen Erdnüssen besteht. Sie werden zusammen mit Salz, Zucker und Öl zu einer streichfähigen Masse verarbeitet.

Besonders beliebt ist Erdnussbutter in den USA. Dort wird ein Großteil der Erdnuss-Produktion zu Erdnussbutter verarbeitet. Verwendet wird sie von den US-amerikanischen Verbrauchern vor allem als Brotaufstrich. Besonders berühmt ist das "peanut butter and jelly sandwich" - also Weißbrot bestrichen mit Marmelade und Erdnussbutter.

Auch die Süßwarenindustrie hat Erdnussbutter schon lange für sich entdeckt und verarbeitet sie in Schokoriegeln und Keksen.

Aber nicht nur Süßes schmeckt mit Erdnussbutter. Sie wird auch häufig für Saucen verwendet, denen man einen asiatischen Touch verleihen möchte.

Übrigens: Die Erdnussbutter entsprang dem gleichen Kopf, der auch die Cornflakes erfand. Dr. John Kellog pürierte im 19. Jahrhundert erstmals Erdnüsse, um eine nahrhafte Speise für Patienten ohne Gebiss zu kreieren.

Crunchy or creamy?

Erdnussbutter
Verschiedene Erdnussbutter Sorten

Erdnussbutter wird in verschiedenen Varianten angeboten. "Creamy" nennt sich Erdnussbutter, die völlig glatt püriert ist. "Crunchy" Erdnussbutter enthält hingegen noch einige Stückchen.

Weitere Versionen, die allerdings in Deutschland kaum erhältlich, sind die "extra crunchy" Erdnussbutter mit besonders vielen großen Erdnuss-Stücken sowie fettreduzierte Sorten und solche, die Zusätze wie Karamell oder Honig enthalten.

Warum Erdnussbutter bei uns nicht Erdnussbutter heißt

Wie für so viele Dinge gibt es in Deutschland auch für die Namensgebung von Erdnussbutter eine Vorschrift. Bei uns ist der Begriff "Butter" nämlich ausschließlich für Milchprodukte zu verwenden. Deshalb ist das, was wir im Alltag Erdnussbutter nennen, offiziell eigentlich Erdnusspaste, Erdnussmus oder Erdnusscreme.

Erdnussbutter selber machen

Sie können Erdnussbutter natürlich inzwischen in den meisten Supermärkten fertig kaufen. Aber sie lässt sich auch ganz einfach und schnell zu Hause zubereiten.

Für hausgemachte Erdnussbutter brauchen Sie 250g geröstete, enthäutete, ungesalzene Erdnüsse, eine Prise Salz und circa zwei Esslöffel Öl. Sie können wahlweise Erdnussöl oder Sonnenblumenöl verwenden. Beide sind sehr neutral und verfälschen den Geschmack der Erdnussbutter nicht.

Die Erdnüsse einfach mit dem Salz in der Küchemaschine zerkleinern. Geben Sie dabei so viel Öl hinzu, dass eine cremige Masse entsteht. Sie können auf diese Art natürlich auch stückige Erdnussbutter herstellen oder weitere Aromen nach Ihrem Geschmack hinzufügen.

In einem fest verschlossenen Behältnis können Sie die Erdnussbutter dann bis zu zwei Wochen im Kühlschrank aufbewahren.

Rezepte mit Erdnussbutter

Erdnussbutter ist eine gute Grundlage für köstliche Saucen mit asiatischem Touch und passt zu Gemüse, Nudeln und Eierspeisen gleichermaßen gut. Wenn Sie Erdnussbutter lieber süß mögen, probieren Sie den Erdnussbutter Swirl. Hier finden Sie die passenden Rezepte.