Feigenblattkürbis

Der Feigenblattkürbis erinnert optisch an eine Wassermelone. Was die beiden noch gemeinsam haben und was sie unterscheidet, erfahren Sie hier. Wir sagen ihnen außerdem, wofür Feigenblattkürbis verwendet wird und woher er stammt.

Feigenblattkürbis: Merkmale

Feigenblattkürbis
Grün-weißer Feigenblattkürbis ähnelt einer Wassermelone

Der Feigenblattkürbis erinnert optisch stark an eine Wassermelone. Seine Blätter haben die Form von Feigenblättern und sind damit namensgebend. Der Feigenblattkürbis ist außerdem noch als siamesische Kugel bekannt. Im Englischen wird er als "malabar gourd" bezeichnet.

Die Frucht ist beim Feigenblattkürbis rund bis oval und kann 3 verschiedene Farbvariationen haben. Entweder ist sie grün mit oder ohne weißliche Streifen an der Spitze, weiß-grün getupft oder weiß, beziehungsweise cremeweiß.

Das Fruchtfleisch ist beim Feigenblattkürbis süß. Es enthält im Gegensatz zu anderen Kürbissorten besonders wenige Mineralstoffe und Vitamine.

Die vollreifen, schwarzen Kerne des Feigenblattkürbis sind, wie bei der Wassermelone, im Fruchtfleisch verteilt.

Die Schale ist beim Feigenblattkürbis ausgesprochen hart. Um ihn zu öffnen lässt man ihn am besten auf einen harten Untergrund fallen.

Sein festes Äußeres sorgt dafür, dass Sie den Feigenblattkürbis zwei bis drei Jahre lagern können. Besonders wohl fühlt er sich an einem trockenen und kühlen Ort.

Feigenblattkürbis: Herkunft und Anbau

Feigenblattkürbis
Cremefarbener Feigenblattkürbis

Die Heimat des Feigenblattkürbis wurde lange Zeit in Asien vermutet. Heute weiß man, dass er aus Amerika stammt. Das genaue Ursprungsgebiet ist nicht geklärt. Fest steht allerdings, dass der Feigenblattkürbis nur als kultivierte Art zu existieren scheint. Wildformen sind nicht bekannt.

Das heutige Hauptanbaugebiet für Feigenblattkürbis erstreckt sich von Argentinien und Chile bis nach Nord-Mexiko. Im 16. oder 17. Jahrhundert wurde er in Frankreich, Portugal und Indien eingeführt. Von dort aus gelangte der Feigenblattkürbis in andere europäische Länder sowie nach Japan und die Philippinen.

Feigenblattkürbis: Verwendung

Feigenblattkürbis
Feigenblattkürbis dient meist als Unterlage für Gurken

Der Feigenblattkürbis wird bei uns und auch in Japan vor allem als Unterlage für Gurken verwendet. Er dient dazu, Krankheiten und Parasiten von den Gurken fern zu halten. Außerdem macht der Feigenblattkürbis sie unempfindlicher gegenüber Frost und soll so den Ertrag steigern.

In anderen Ländern wird der Feigenblattkürbis aber durchaus für kulinarische Zwecke eingesetzt. Unreife Früchte werden als Gemüse verwendet, häufig auch in Chutneys. Aufgrund seiner Süße wird Feigenblattkürbis in reifem Zustand für die Herstellung von Süßigkeiten, Erfischungsgetränken und alkoholischen Getränken verwendet. Auch die Samen sind zum Verzehr geeignet und dienen als Grundlage für eine mexikanische Süßigkeit namens „palanquetas". Ebenfalls in Mexiko werden auch die jungen Sprossen und Blüten als Kochgemüse verwendet. Reifer Feigenblattkürbis findet dort Verwendung als Futtermittel für Vieh.

Besonders berühmt ist das aus Feigenblattkürbis zubereitete Engelshaar. Es handelt sich um eine weihnachtliche Kürbismarmelade. Für die Herstellung wird der Feigenblattkürbis in grobe Stücke geschnitten und mit weihnachtlichen Gewürzen und Zucker gekocht. Dabei zerfällt das Fleisch zu Fasern, die der Marmelade ihren Namen geben. Mit Rum verfeinert wird sie in Gläser abgefüllt und noch etwa zwei bis drei Monate ziehen gelassen, damit sie ihr volles Aroma entfalten kann.