Flambieren: Tipps und Rezepte

Gerade für Anfänger ist flambieren eine heikle Angelegeheit. Deshalb gilt es einige Regeln zu beachten. Wir haben hier die wichtigsten Infos und Tipps für Sie zusammen gefasst.

Flambieren: effektvolle Zubereitung

Flambieren
Flambieren verleiht Speisen ein besonderes Aroma

Flambieren ist eine besondere Zubereitungsart, bei der Speisen unter Zuhilfenahme von Hochprozentigem angezündet werden – dabei entsteht kurzzeitig eine leuchtende Flamme. Der Alkohol hinterlässt sein Aroma auf dem jeweiligen Gericht. Der Alkoholgehalt allerdings schwindet durch die Hitze beim Flambieren.

Besonders, wenn Sie Gäste beeindrucken möchten, ist das Spiel mit dem Feuer eine effektvolle Einlage. In Restaurants wird deswegen auch häufig direkt am Tisch flambiert.

1. Sicherheit

Zur Sicherheit gehört, dass beim Flambieren ausreichend Platz vorhanden ist und die Gäste nicht zu nah an der Flamme sitzen und alles Brennbare wie Papier und Textilien sollten außer Reichweite sein. Außerdem muss die Gelegenheit passen – verzichten Sie aus Sicherheitsgründen auf das Flambieren, wenn Kinder anwesend sind.

2. Speise und Alkohol müssen temperiert sein

Zunächst brauchen sowohl der Alkohol als auch die Speise eine gewisse Temperatur - sie sollten warm sein, jedoch nicht kochend heiß. Sie können die fertig zubereitete warme Speise direkt in der Pfanne flambieren. Um den Alkohol etwas zu erwärmen, können Sie ihn am besten kurz bei milder Hitze in einen Topf geben und nur leicht erwärmen. Er sollte keinesfalls köcheln.

Nun gibt es zum einen die Möglichkeit, den Alkohol direkt auf die Speise zu geben und dann zu flambieren. Zum anderen können Sie ihn in einer Kelle entzünden und dann auf das Essen geben. Treten Sie dabei unbedingt einen Schritt zurück und beugen Sie sich niemals über die Pfanne, das Gericht oder die Kelle!

Es ist auch möglich, die Speise auf einem Rechaud warm zu halten und am Tisch zu flambieren. Dann einfach etwas erwärmten Alkohol mit einer Kelle über die Speise geben und anzünden.

3. Die richtige Menge Alkohol

Verwenden Sie nicht zu viel Alkohol. Erstens kann zu viel Alkohol beim Flambieren eine Stichflamme verursachen und zweitens hinterlässt eine zu große Dosis einen eher aufdringlichen Geschmack. Ein kleines Schnapsglas ist in der Regel mehr als ausreichend.

4. Die Flamme erlischt von selbst

Die Flamme erlischt von allein, sobald der Alkohol verbrannt ist. Sie brauchen Sie also nicht zu ersticken.

5. Lange Streichhölzer verwenden und Abstand halten

Verwenden Sie zum Anzünden des Alkohols immer möglichst lange Streichhölzer. Wichtig: immer an den Sicherheitsabstand zur Flamme denken.

5. Der richtige Zündstoff ist hochprozentig

Flambieren
Cognac eignet sich gut zum Flambieren

Wer etwas flambieren möchte, muss zu Hochprozentigem greifen. Der Alkoholgehalt sollte mindestens bei vierzig, besser fünfzig Prozent liegen. Besonders gut eignen sich zum Beispiel Branntwein, Cognac, Whiskey, Weinbrand oder Rum. Wenn süße Speisen flambiert werden sollen, ist ein so kräftiger Geschmack oft nicht erwünscht. Sie können auch auf fruchtigen Likör zurückgreifen. Allerdings sollte er zum Flambieren mit etwas Cognac vermischt werden, um die Brennfähigkeit zu erhöhen.

6. Welche Speisen eignen sich zum Flambieren?

Feuerzangenbowle
Flambiertes Getränk: Feuerzangenbowle

Im Grunde eignen sich alle warmen Speisen und Getränke zum Flambieren. Der Alkohol braucht eine gewisse Temperatur, um gut brennen zu können. Sehr beliebt sind Pfannengerichte mit Wild, Geflügel oder anderen Fleischsorten. Aber auch Eierspeisen und Crêpes sind zum Flambieren geeignet, der Klassiker ist Crêpe suzette.

Als Dessert können Sie außerdem Obst in einer Pfanne karamellisieren und dann flambieren. Probieren Sie es zum Beispiel mit Pflaumen. Wenn Sie Eis servieren, aber nicht auf den flammenden Effekt verzichten möchten, platzieren Sie einfach ein Stück Würfelzucker am Tellerrand, beträufeln es mit Alkohol und entzünden es kurz vor dem Anrichten.

Zu den klassischen flambierten Getränken gehören die traditionelle Feuerzangenbowle oder der Sambuca, der mit lodernder Flamme und Kaffeebohnen auf den Tisch kommt.

7. Zur Sicherheit die Generalprobe machen

Und zu guter letzt: Wer vor Gästen flambieren möchte, aber noch keine Routine darin hat, sollte es vorher einmal in aller Ruhe ausprobieren. Das mindert Gefahren und gibt Übung und Sicherheit, so dass am fraglichen Abend alles reibungslos klappen sollte.

Flambieren: Rezepte