Bewusster einkaufen & kochen

Sie möchten gezielter einkaufen, mehr Qualität und Frische bekommen und so kochen, dass wenig übrig bleibt? Hier finden Sie Tipps für bewussteres Einkaufen und Kochen.

Einkauf planen

Bewusster einkaufen & kochen
Mit einer Einkaufsliste kann man gezielter einkaufen

Was soll es in den nächsten Tagen zu essen geben und für wie viele Personen? Wer sich darüber vor dem Einkauf Gedanken macht und eine Liste mit den nötigen Lebensmitteln und Mengen mitnimmt, kann gezielter einkaufen. So landen weniger Sachen im Korb, die vielleicht gar nicht gebraucht werden, lange unbeachtet im Kühlschrank liegen und am Ende entsorgt werden müssen.

Nehmen Sie sich auch einmal die Zeit, um zu überlegen, wie Sie bislang Ihre Einkäufe gestaltet und genutzt haben. Gibt es vielleicht ein bestimmtes Produkt, von dem immer wieder etwas übrig bleibt und das nicht aufgebraucht wird? Überlegen Sie, welche Lösungen es dafür gibt: zum Beispiel kleinere Packungen kaufen oder neue Rezepte ausprobieren. Bleiben beispielsweise immer wieder Möhren von der 1-Kilo-Tüte übrig, könnten Sie in Zukunft zu einzelnen Möhren greifen oder einen Möhrenkuchen backen, um die Reste zu verbrauchen.

Produkte aus dem Umland wählen

Setzen Sie beim Einkauf auf saisonale und regionale Lebensmittel. Je kürzer der Transportweg, desto nachhaltiger und frischer ist das Produkt. Werfen Sie im Supermarkt einen Blick auf das Herkunftsland oder fragen Sie auf dem Markt direkt am Stand nach. Das Schöne: Sie werden immer mehr Gespür dafür bekommen, welche Obst- und Gemüsesorten zu welcher Jahreszeit Saison haben. Genießen Sie jetzt im Sommer frische Erdbeeren, Himbeeren und Blaubeeren sowie heimische Tomaten und Gurken, denn sie schmecken jetzt am besten!

So wenig Verpackung wie möglich

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Am besten unverpacktes Gemüse und Obst kaufen

Jetzt im Sommer können wir aus den Vollen schöpfen: Erdbeeren, Himbeeren, Tomaten, Zucchini und Gurken machen Lust auf Frisches. Nutzen Sie das reichhaltige Angebot und kaufen Sie möglichst wenig verpackte und wenig verarbeitete Lebensmittel ein. Frische, ursprüngliche Produkte sind ideal für die bewusste, nachhaltige Ernährung - also statt Tomatensuppe aus der Dose lieber frische Tomaten und statt Erdbeereis lieber frische Erdbeeren für ein Erdbeersorbet besorgen. Der Vorteil: Wir behalten den Überblick, was im Essen steckt und können es in vollen Zügen genießen.

Kühlkette einhalten

Gekühlte oder tiefgekühlte Ware wie Fleisch, Fisch und Milchprodukte soll auch nach dem Einkauf einwandfrei sein und schmecken. Dafür lohnt es sich, die so genannte Kühlkette einzuhalten und die Lebensmittel in einer Kühltasche mit Kühlakkus nach Hause zu transportieren. Zu Hause kommen sie dann sofort in den Kühlschrank bzw. ins Gefrierfach.

Lebensmittel gut lagern

Verschaffen Sie sich regelmäßig einen Überblick über Ihre Vorräte und checken Sie, wo welche Lebensmittel lagern. Sind Erdbeeren, Kirschen und Spargel im Gemüsefach des Kühlschranks? Hat der Kühlschrank noch die richtige Temperatur? Was liegt eigentlich ganz hinten im Gefrierfach? Ist das Brot im Brotkasten und steht das Speiseöl an einem dunklen Ort? Ist die angebrochene Mehlpackung im luftdichten, trockenen Behälter? Wenn Sie auf optimale Lagerbedingungen der jeweiligen Produkte achten, bewahren Sie länger Qualität, Frische und Geschmack. Eine regelmäßige Bestandsaufnahme der Vorräte verhindert, dass Lebensmittel nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums zum Einsatz kommen.

Kochen nach Maß

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Zutaten abmessen, zum Beispiel ein Esslöffel Tomatenmark

Bleibt nach dem Essen häufig viel übrig? Dann lohnt es sich, Zutaten vor dem Kochen abzuwiegen und abzumessen. Um ein besseres Gefühl dafür zu bekommen, wie viel Fleisch, Gemüse und Nudeln man beispielsweise pro Portion benötigt, ist es hilfreich zwischendurch immer mal wieder nach Rezept zu kochen. Wiegen Sie ab und zu die Zutaten, um einschätzen zu können, wie viel ein Schnitzel oder eine Portion Kartoffeln wiegen. Messen Sie ruhig auch Pflanzenöl oder Tomatenmark mit einem Esslöffel ab, um nicht unnötig viel zu verbrauchen. Notieren Sie, was nach dem Essen übrig bleibt - vielleicht isst ein Familienmitglied weniger Fleisch als bisher? Anhand Ihrer Notizen können Sie die Mengen neu anpassen und vermeiden zu viele Reste.

Kreative Resteküche

Bleibt zwischendurch doch mal etwas übrig? Kein Problem! Lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf und überlegen Sie, was man daraus am nächsten Tag Leckeres zaubern könnte. Gekochte Nudeln, Kartoffeln, Reis, Braten oder Gemüse am besten über Nacht im Kühlschrank aufbewahren und dann mit frischen Zutaten kombiniert für Salate, Suppen oder herzhafte Pfannegerichte einsetzen. So entstehen immer wieder neue köstliche Kreationen.