Gerichte aufwärmen – das ist zu beachten

Frisch kochen ist natürlich immer am besten, aber manchmal lässt es sich nicht vermeiden, ein Gericht noch mal aufzuwärmen. Das ist im Prinzip unbedenklich, wenn man ein paar Dinge beachtet.
Gerichte aufwärmen – das ist zu beachten

Kühl lagern, wenn das Essen noch mal aufgewärmt werden soll

Wieder aufwärmen wird gerade bei bestimmten Lebensmitteln wie Spinat oder Pilzen für bedenklich gehalten. Doch diese Überzeugung stammt aus alten Zeiten – in denen man noch nicht über die gleichen Hygiene- und Kühlmöglichkeiten verfügte wie heute. Spinat zum Beispiel entwickelt ungekühlt, am besten noch offen im Topf stehen gelassen, tatsächlich Giftstoffe: Der an sich völlig unbedenkliche Inhaltsstoff Nitrat wird dabei zu gesundheitsschädlichem Nitrit umgewandelt.

Richtig gekühlt und aufbewahrt, kann er aber durchaus noch am nächsten Tag aufgewärmt und genossen werden: Hierfür den übrig gebliebenen Spinat möglichst schnell abkühlen, zum Beispiel in einem kühlen Wasserbad. Anschließend gut und sauber verpackt im Kühlschrank lagern und unbedingt am nächsten Tag verbrauchen, also auch nur einmal aufwärmen.

Pilze sind schnell verderblich, bedingt durch ihren hohen Wasser- und Eiweißanteil. Doch in Zeiten von guten Kühlmöglichkeiten ist auch bei ihnen ein einmaliges Wiederaufwärmen am nächsten Tag möglich. Das gleiche gilt für Fisch sowie Eierspeisen und auch Kartoffeln, die ebenfalls als schwierig aufzuwärmen gelten. Ganz wichtig: Vertrauen Sie Ihrem Bauchgefühl! Wirkt das Essen trotz allem unappetitlich, sollten Sie es auch nicht mehr essen.

Grundsätzlich gilt für alle Speisen, die man wieder aufwärmen möchte: Neben sofortiger kühler Lagerung und hygienischer Verpackung ist es wichtig, dass sie bei mindestens 70 Grad erhitzt werden, denn nur so werden mögliche Bakterien abgetötet. Besonders gut gelingt das Wiederaufwärmen übrigens bei Aufläufen, Quiches, Eintöpfen und Suppen: Sie schmecken auch am nächsten Tag noch prima. Passende Gerichte hierfür finden in unserer Rezeptstrecke.