Waldbeeren pflücken - gewusst wie

Ein Sommerspaziergang im Wald ist besonders schön: Die Bäume sorgen für Schatten, die Luft im Wald ist frisch und mild. Und überall wachsen Waldbeeren, die uns mit ihren herrlich-intensiven Farben anlocken. Rote Johannis-, Erd- und Himbeeren, Blaubeeren und die fast schwarzen Brombeeren.

Frisch gepflückte Beeren schmecken besonders gut. Liegt das daran, dass wir sie umsonst bekommen, dass sie so herrlich natürlich-süß schmecken oder dass uns ihr Verzehr für die Mühen des Pflückens belohnt? Die Antwort darauf liegt bei jedem selbst. Fakt ist, dass Beeren gesund und lecker sind und uns das Pflücken Bewegung an der frischen Luft verschafft. Eine tolle Beschäftigung also für lange Sommertage. Doch auch beim Beerenpflücken gibt ein paar Dinge, die zu beachten sind.

Tipps fürs Beerenpflücken

Waldbeeren pflücken - gewusst wie
Erdbeeren pflücken bis die Schüssel voll ist

Sammelgefäße: Für das Beerensammeln eignen sich feste und robuste Gefäße, die auch Flecken vertragen. In Plastiktüten oder grob geflochtenen Körben zerquetschen die Beeren leicht oder bleiben in den Maschen des Korbes hängen.

Private Obststräucher: Beeren pflücken für den Eigenbedarf ist in der Regel erlaubt – so weit die Sträucher auf öffentlichen Plätzen, wie Gemeindewiesen oder Wäldern, stehen. Bei privaten Obststräuchen sollte auf alle Fälle vorher die Pflück-Erlaubnis des Besitzers eingeholt werden – das ist nur höflich und vermeidet mögliche Bußgelder.

Gefahren beim Beerenpflücken

Waldbeeren pflücken - gewusst wie
Die Brombeere wird selten mit anderen Früchten verwechselt

Verwechslungen: Besonders Kinder sammeln oft unbedarft giftige Beeren. Aber auch Erwachsenen verwechseln die leckeren kleinen Früchte oft unwissentlich mit giftigen Beeren. Sträucher, deren Beeren auf jeden Fall vermieden werden sollten sind: Tollkirsche, Zwergmispel, Seidelbast, Pfaffenhütchen, Liguster (auch Vogelbeere), Eiben, Einbeere (auch Wolfsbeere) und Stechpalme. Eine einfache Regel lautet: Nur verzehren, was man kennt!

Zecken: Sommerzeit ist auch Zeckenzeit! Die gemeinen kleinen Tiere können durch ihren Biss Krankheiten übertragen oder schmerzhafte Entzündungen auslösen. Sie lauern bevorzugt auf Pflanzen und Sträuchern und befallen Menschen und Tiere. Für das Sammeln und Suchen von Beeren im Unterholz lohnen sich also – auch an warmen Tagen – Kleidung, die Arme und Beine komplett bedeckt und feste Schuhe!

Fuchsbandwurm: Die Eier des Fuchsbandwurms können sich durch Ausscheidungen von befallenen Tieren auf Beerensträuchern befinden. Die Gefahr einer Infektion, die sich erst nach fünf bis zehn Jahren äußert, ist für den Menschen sehr gering. Wer alle Risiken ausschalten möchte, der wäscht die Beeren sehr gründlich nach dem Pflücken oder pflückt nur Beeren, die ab einer Höhe von 60 – 80 cm wachsen. Die Eier sterben beim Einfrieren in der Haus-Kühltruhe übrigens nicht ab - nur beim Kochen ab einer Temperatur von 70 ° Celsius.

So schmecken Waldbeeren

Wenn die Beeren nach dem Spaziergang überhaupt zu Hause ankommen (und nicht direkt im Mund landen) dann eignen sie sich hervorragend zur Zubereitung von Süßspeisen oder als Beilage zu Eis.

In diesem Sinne: Viel Spaß beim Pflücken und Naschen!

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