Tipps gegen Ernährungsfallen

Essen aus Gewohnheit oder Langeweile, im Stehen oder vor dem Fernseher? Oft schleichen sich bei der Nahrungsaufnahme Verhaltensweisen ein, die mit Genuss oder gesunder Ernährung nicht viel zu tun haben. Doch das lässt sich leicht ändern.
Tipps gegen Ernährungsfallen
So macht genießen noch mehr Spaß!

Körperwahrnehmung trainieren Es ist halb eins, alle gehen zu Tisch – und Sie gehen mit, obwohl Sie noch gar keinen Hunger haben? Ein typischer Fall von Essen aus reiner Gewohnheit. Tatsächlich essen wir oft nicht nur weil sich ein physikalisches Hungergefühl einstellt, sondern auch aus anderen Gründen wie Langeweile, Frust oder zur Belohnung. Wie man echten Hunger erkennt? Achten Sie auf typische Körpersymptome wie zum Beispiel leichtes Magenknurren – und essen Sie erst dann.

Sich das richtige Umfeld suchen Wenn andere um einen herum viel essen, greift man selbst gern mehr zu – besonders wenn's gemütlich ist. Diese Nachahmungs-Logik funktioniert aber auch umgekehrt: Wer sich viel mit dynamischen, schlanken Menschen umgibt, gleicht sich automatisch auch ihren (Ess-)Gewohnheiten etwas an. Das richtige Umfeld kann also helfen, sich gesund und ausgewogen zu ernähren.

Unbewusste Prägungen erkennen Schokolade ist unter anderem deshalb so beliebt, weil viele Menschen sie mit Kindheitserinnerungen in Verbindung bringen – zum Beispiel an glückliche Festtage oder Belohnungen. Ähnlich sind auch andere Gerichte unserer Kindheit belegt, ob es sich dabei um den Braten mit Sauce, Kuchen oder Eis handelt. Wohlgemerkt: Es geht nicht darum, sich diese besonderen Genüsse zu verbieten, sondern sie sich in Maßen zu gönnen – und dann bewusst und gern zu genießen.

Neue Verhaltensweise einüben

Essen vorm PC oder dem Fernseher? Eine praktische Lösung, gerade wenn sonst niemand da ist. Doch einen Gefallen tut man sich damit nicht, da man durch die Ablenkung oft viel zu schnell isst. Das Resultat: Das Gehirn merkt nicht nachhaltig, dass man gerade eine Mahlzeit zu sich genommen hat und meldet schon bald wieder einen neuen Essensimpuls. Nehmen Sie die Mahlzeit also lieber mit Muße zu sich. Zweiter Tipp: von kleinen Tellern essen – denn dann verspeisen Sie buchstäblich überschaubarere Mengen und erkennen das Sättigungsgefühl besser.

Sich Zeit nehmen

"Slow Food" heißt ein Ernährungsansatz, der für Entschleunigung steht: Qualität braucht Zeit, ist die Devise – deshalb werden auch Einkauf und Zubereitung der Nahrungsmittel als Bestandteil des Essens angesehen und regelrecht zelebriert. Wer sich Zeit für die Mahlzeit nimmt, kann sich auch an den Produkten, ihrer Konsistenz, ihren Düften erfreuen. Zudem signalisiert man seinem Körper: Ich bin es mir wert, mir ein hochwertiges Mahl in Ruhe zuzubreiten. Das hebt die Stimmung und nährt nicht nur Körper, sondern auch Geist und Seele.