Wie gesund ist Schokolade?

Weiß, Vollmilch oder Zartbitter - Schokolade ist für viele purer Genuss, Belohnung oder Seelenfutter. Aber macht Schokolade wirklich glücklich? Und wie gesund ist sie? Die süße Verführung enthält sowohl gesunde als auch glücksbringende Stoffe - und auch viele Kalorien.

Das Gute in der Schokolade

Schokolade
Ob gesund oder nicht - Schokolade macht Naschkatzen glücklich.

Kakao ist ein wesentlicher Bestandteil von Schokolade. Ihm wird eine positive Wirkung auf die Gesundheit nachgesagt: Seine sekundären Pflanzenstoffe, sogenannte Flavanole, sollen die Blutgefäße elastischer machen, blutdrucksenkend wirken und somit langfristig das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verringern. Neben den Flavanolen enthält Kakao auch wertvolle Vitamine und Mineralstoffe wie Magnesium, Eisen und Kalzium, Beta-Karotin sowie reichlich B-Vitamine und zellschützendes Vitamine E. Wegen ihres Gehalts an Fluor und Tannin gilt die Kakaobohne als stärkend für die Zähne. Stoffen wie Koffein, Anamid und Polyphenolen wird eine stimulierende und anregende Wirkung auf das zentrale Nervensystem sowie auf das Glücks- und Lustempfinden nachgesagt. Ein großer Teil der Flavanole geht allerdings bei der Verarbeitung der Kakaopflanze verloren.

Glücksbringer oder Kalorienbombe?

Verantwortlich für die Schoko-Glücksgefühle soll der Stoff Phenylethylamin sein, der dafür sorgt, dass das entspannende und sättigende Glückshormon Serotonin im Gehirn freigesetzt wird. Tatsächlich ist Phenylethylamin in Schokolade enthalten. Jedoch nur in so geringen Mengen, dass wir für eine wirksame Konzentration der glücks- und gesundheitsbringenden Stoffe so viele Tafeln Schokolade verspeisen müssten, dass der Magen rebillieren und unser Kalorienkonto maßlos gesprengt werden würde. Bereits 100 g Schokolade enthalten nämlich satte 500 kcal. Das Schoko-Glücksgefühl ist viel mehr erlernt und eine Konditionierung auf süße und fetthaltige Speisen (Schokolade ist beides!). Durch ihren Verzehr wird unser Belohnungssystem aktiviert, so dass wir uns folglich gut und zufrieden fühlen. Somit macht Schokolade zwar glücklich, doch in regelmäßig genossenen größeren Mengen leider auch dick.

Vollmilch oder Zartbitter?

Dunkle Schokolade gilt aufgrund des höheren Kakaoanteils als gesünder im Vergleich zu Vollmilchschokolade. Je höher der Kakaoanteil, wie zum Beispiel bei Zartbitter-Schokolade mit über 70 %, desto mehr gesunde Flavanole und weitere Vitalstoffe sind enthalten. Zudem gilt: Je geringer der Kakaoanteil, desto größer der Anteil an Zucker und Fett. Von Milchschokolade darf im Übrigen ab einem Kakaoanteil von 25 Prozent gesprochen werden. Weiße Schokolade hingegen ist gar keine Schokolade, da sie frei von Kakao ist und nur das reine Fett der Kakaobohne, die Kakaobutter enthält.

Lieber weniger Schokolade essen, dafür umso mehr genießen

Schokolade ist und bleibt ein himmlisch köstliches und zugleich sehr kalorienreiches Genussmittel. Bei einer insgesamt bewussten ausgewogenen Ernährung darf es aber schon mal das eine oder andere Stück des dunklen Glücks sein!