Wie man das Sättigungsgefühl trainiert

Wissen, wann man satt ist: Das klingt einfach, ist es aber nicht unbedingt. Denn falsche Gewohnheiten und Ablenkungen können das Bauchgefühl trüben. Doch es lässt sich trainieren, den idealen Sättigungspunkt zu erspüren – die wichtigsten Tipps haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Bewusst genießen und zelebrieren

Wer mit anderen speist, isst automatisch langsamer
Wer mit anderen speist, isst automatisch langsamer

Vielleicht eine Binsenweisheit, aber wirklich wichtig: Essen Sie möglichst langsam – denn ein Sättigungsgefühl stellt sich frühestens nach 20 Minuten ein. Wer bis dahin aber schon Unmengen vertilgt hat, hat sich möglicherweise schon längst überessen und kann die Sättigung gar nicht mehr rechtzeitig wahrnehmen. Kauen Sie also jeden Bissen gründlich und lassen Sie sich beim Essen nicht von Fernsehen und Computer ablenken. Gut dagegen sind Tischgespräche mit lieben Menschen, denn das sorgt automatisch dafür, dass man langsamer isst.

Das perfekte Sättigungsgefühl entdecken

Essen ist idealerweise Genuss, sorgt für Energie und ein rundum wohliges Gefühl – so dass der Körper anschließend wie ein gut geölter Motor läuft. Um sich diesem Punkt immer mehr anzunähern, lohnt es sich auch mal hineinzuspüren, wie es sich anfühlt, noch nicht genug aber auch schon zu viel gegessen zu haben. Achten Sie im zweiten Fall auch darauf, wie lange es dauert, bis Sie sich wieder gut fühlen. Entwickeln Sie dafür immer mehr Gespür, indem Sie die verschiedenen Stadien so genau wie möglich beobachten. Üben Sie, schon vor einem starken Sättigungsgefühl, mit dem Essen aufzuhören.

Gedankenmuster entlarven

Auch Glaubenssätze aus der Kindheit wie „Iss deinen Teller leer, sonst gibt es morgen Regen“ können unbewusst dazu führen, aus den falschen Gründen zu essen. Üben Sie einmal, den Teller nicht automatisch ganz leer zu essen – oder greifen Sie alternativ zu kleineren Tellern und füllen Sie sich bewusst weniger auf. Dann hat man das Gefühl, alles aufgegessen zu haben ohne sich dabei Unmengen einverleibt zu haben.

Sie essen immer um 12 Uhr zu Mittag und haben aber mal keinen großen Hunger? Entscheiden Sie sich dann für eine kleinere Portion und ein leichtes Gericht oder essen Sie ruhig mal später. Unser Hungergefühl kann jeden Tag anders sein.

Echtes Hungergefühl erkennen

Der so genannte Jieper nach Torten, Schokolade und Pizza hat mit einem körperlich begründeten Hungergefühl nicht automatisch etwas zu tun. Wenn uns ein Essen besonders gut schmeckt, wird im Gehirn ein Belohnungsgefühl aktiviert. Und das sorgt dafür, dass wir schnell noch ein bisschen mehr essen als uns eigentlich gut tun würde. Lernen Sie also, ganz buchstäblich noch mehr auf Ihr Bauchgefühl zu hören und legen Sie das Besteck beiseite, sobald sich ein Sättigungsgefühl eingestellt hat. Essen Sie auch nur dann, wenn der Magen wirklich ein Hungergefühl sendet, zum Beispiel in Form von Magenknurren.