Fit in den Frühling!

Die Sonne wird langsam zum natürlichen Wecker, die Vögel singen lauter, Handschuhe und Wollsocken verschwinden nach und nach im Schrank. Es könnte so schön sein, wäre da nicht diese verflixte Frühjahrsmüdigkeit. Wir zeigen, wie Sie sich davor schützen können.

Woher kommt die Müdigkeit?

Fit in den Frühling!
Rezept gegen Frühjahrsmüdigkeit: Sonne, Bewegung und ausreichend Schlaf

Die Zeit, in der die Tage wieder länger werden, ist eine Zeit der Umstellung für den Körper. Der komplette Stoffwechsel muss sich neu justieren, was sich vor allem auf den Hormonstoffwechsel, die Durchblutung und den Schlafrhythmus auswirkt. Zum Einen müssen die Serotoninspeicher wieder aufgefüllt werden: Das „Glückshormon“, das unter anderem unter dem Einfluss von Sonnenlicht gebildet wird, ist nach den dunklen Monaten über weite Strecken aufgebraucht. Dem gegenüber steht zu diesem Zeitpunkt ein erhöhter Melatoninspiegel, das sogenannte „Schlafhormon“, welches im Winter vermehrt ausgeschüttet wird.

Die Körpertemperatur, die im Winter leicht abgesenkt ist, fährt im Sommer wieder hoch. Dies geschieht unter anderem durch eine leichte Absenkung des Blutdrucks, die den Körper zusätzlich anstrengt. Und nicht zuletzt sorgen längere Lichtphasen am Tag dafür, dass viele Menschen insgesamt kürzer und weniger tief schlafen, worauf sich der Organismus zu diesem Zeitpunkt noch nicht eingestellt hat.

Schlafdefizite ausgleichen!

Gerade in Zeiten der Frühjahrsmüdigkeit beschleicht einen manchmal das Gefühl, an Ort und Stelle einschlafen zu können. Sollte dies an einer ruhigen Stelle möglich sein: Tun sie es einfach! Sogenannte „Power-Naps“ von 15 bis 25 Minuten können helfen, die Konzentrationsfähigkeit vorübergehend wieder herzustellen. Vergessen Sie aber nicht, einen Wecker zu stellen: Dauert das Schläfchen zu lange, wird wieder vermehrt Melatonin ausgeschüttet, was das Gefühl der Müdigkeit nur steigert.

Raus in die Sonne!

Die vielleicht wichtigste Empfehlung: Gehen sie so oft es geht hinaus in die Sonne! Der Einfluss von Sonnenlicht ist maßgeblich für die Eigenproduktion von Vitamin D, welches wiederum verantwortlich für die Serotonin-Produktion ist – kurz gesagt: Sonne macht glücklich! Der Faktor Bewegung spielt eine entscheidende Rolle für die Durchblutung: Lange Spaziergänge oder der Umstieg aufs Fahrrad bringen den Kreislauf auf Trab, was für eine gesteigerte Konzentrationsfähigkeit und entspanntere Ruhephasen sorgt.

Natürliche Energiespender genießen!

Wie so oft kann auch die richtige Ernährung einen Beitrag zum Wohlbefinden leisten. Das Glückshormon Serotonin wird aus der Aminosäure Tryptophan gebildet, einem Protein-Baustein, der vor allem in Nüssen und Kernen wie Cashews, Walnüssen oder Mandeln sowie in Trockenfrüchten enthalten ist. Viel frisches Obst und Gemüse bringen einen Vitamin- und Mineralstoffcocktail mit sich, der den Organismus in Schwung bringt. Auch die Vitamin D-Versorgung kann neben vermehrter Tageslicht-Zufuhr durch Lebensmittel gesteigert werden: Seefische, Milchprodukte und Eier sind reich an dem fettlöslichen Vitalstoff. Steckt man bereits akut im Tief, hilft Grüner Tee weiter: Mit seinem natürlichen Gehalt an gut bekömmlichem Koffein macht er ebenso wach wie Kaffee – und schmeckt auch kalt.