Gemüsegarten leicht gemacht

Besser spät als nie: Nach einem langen Winter können nun endlich wieder die heimischen Gemüse- und Kräuterbeete bestellt werden. Wir haben einige Tipps für den Einstieg ins Gartenjahr zusammengestellt.
Gemüsegarten leicht gemacht
Schmeckt immer noch am besten: Gemüse aus dem eigenen Beet

Frisches Gemüse aus dem eigenen Garten schmeckt bekanntermaßen am besten, ob auf dem Land oder im urbanen Stadtgarten. Doch 2013 ist bisher kein einfaches Jahr für Hobbygärtner. Lang anhaltende Kälteperioden und Schneefall haben die Obst- und Gemüsesaison um einige Wochen nach hinten verschoben - auf heimische Erdbeeren und Spargel müssen wir aus diesem Grund länger warten als gewohnt. Dies liegt vor allem am lang anhaltenden Frost. Inzwischen ist die Erde aber bereit für die ersten Arbeitsschritte.

Die Vorbereitung der Böden

Nach den Bodenfrösten im Winter muss das Beet zunächst einer kleinen Behandlung unterzogen werden: Nutzen Sie einen Kultivator oder eine Harke, um das Erdreich aufzulockern und die ersten Unkräuter zu entfernen. Natürlicher Dünger sorgt für die Regeneration von Nährstoffen im Boden, die später an die Kulturpflanzen weitergegeben werden können. In Frage kommen hierbei vor allem organische Stoffe wie Kompost oder Mist von nahegelegenen Landwirtschaftsbetrieben. Zudem ist es ratsam, den pH-Wert des Bodens mit einem Testset aus der Gärtnerei zu prüfen. Ist der Boden für die gewünschten Kulturen zu sauer, empfiehlt es sich, zusätzlich Kalk einzuarbeiten.

Die Gemüseaussaat

Sobald der Boden abgetrocknet und nicht mehr gefroren ist, kann die Aussaat beginnen. Vor dem Einbringen des Saatguts darf der Boden nur noch an der Oberfläche bearbeitet werden, da sich bereits Kapillaren gebildet haben, die zur Wasserversorgung aus tieferen Schichten beitragen. Ziehen Sie dann mit einem Rechen Reihen in die Beete und vertiefen Sie diese in der Mitte zu Rillen - die richtigen Abstände finden Sie auf den Packungen des Saatguts.

Zu den Kulturen, die schon jetzt für die Ernte im Frühjahr ausgesät werden können, zählen Blattgemüse wie Spinat und Mangold, frühe Kohlsorten wie Blumenkohl, Rot- und Weißkohl, Wurzelgemüse wie Pastinaken, Möhren und Kohlrabi sowie knackige Salate und Radieschen. Auch mehrjährige Kräuter wie Thymian, Estragon oder Zitronenmelisse können jetzt gepflanzt werden. Erreicht der Boden eine Temperatur von etwa 7 Grad Celsius, können auch Frühkartoffeln ausgesät werden.

Die Gründüngung

Für alle Kulturen, die erst im Mai (für die Ernte im Sommer) ausgebracht werden (zum Beispiel Zucchini, Erdbeeren oder vorgezogene Kulturen wie Tomaten und Paprika) empfiehlt sich eine Gründüngung der dafür vorgesehenen Flächen. Hierzu wird eine bunte Mischung aus Grünpflanzen und Leguminosen breitflächig auf die brach liegende Fläche ausgebracht. Durch den Pflanzenteppich bleiben Temperatur und Wasserhaushalt des Bodens ausgeglichen. Außerdem sind die Leguminosen im Stande, Stickstoff aus dem Boden zu binden, der den Kulturen später zur Verfügung steht. Sind die ersten Schritte erledigt, beginnt – neben dem obligatorischen Gießen und der Bodenpflege – die schwierigste Phase:

Warten, bis das eigene Gemüse endlich auf dem Teller landen kann!