Gewürzmischung

Eine Gewürzmischung kann viele Gerichte verfeinern. Welche Unterschiede Sie beim Einkauf von fertigen Mischungen beachten sollten und welche Gewürze die einzelnen Gewürzmischungen enthalten, erfahren Sie hier.

Gewürzmischung: Was ist was?

Gewürzmischung
Eine Gewürzmischung bringt Farbe und Geschmack

Teile bestimmter Pflanzenarten fallen dann unter die Definition von Gewürzen, wenn sie sich wegen ihres natürlichen Gehaltes an Geschmacks- und Geruchsstoffen als würzende oder geschmacksgebende Zutaten verwenden lassen.

Eine Gewürzmischung besteht ausschließlich aus Gewürzen. Die Bezeichnung richtet sich nach der Art, zum Beispiel Kräuter der Provence, oder nach der Verwendung, wie bei einem Gulaschgewürz.

Gewürzzubereitungen, auch Gewürzpräparate genannt, sind Mischungen von einem oder mehreren Gewürzen mit anderen Zutaten. Diese Zutaten, wie z.B. Stärke, Zucker, Gewürzaromen oder Geschmacksverstärker, geben oder beeinflussen den Geschmack. In einer Gewürzzubereitung stecken mindestens 60 % Gewürze. Bis zu 5 % Speisesalz darf zugegeben sein, ohne dass dies extra kenntlich gemacht wird.

Gewürzsalze sind Mischungen von Speisesalz mit einem oder mehreren Gewürzen. Sie enthalten mindestens 15 % Gewürze (außer bei Knoblauch) und mehr als 40 % Salz. Das Verhältnis von Speisesalz zu Gewürzen ist dabei so, dass in der Regel weder Nachsalzen noch Nachwürzen mit den enthaltenen Gewürzen notwendig ist.

Gewürzmischung: Selbst herstellen

Wenn Sie eine Gewürzmischung selbst herstellen, können Sie dies ganz nach Ihrem Geschmack tun. Der Vorteil liegt darin, dass Sie jeder Gewürzmischung Ihre eigene Note verleihen, indem Sie die einzelnen Komponenten in ihrer Menge variieren. Nachdem Sie Ihre Gewürzmischung erstellt haben, füllen Sie die getrockneten Gewürze luftdicht in Schraubgläser ab. Am besten lagern Sie Gewürze kühl und lichtgeschützt. Dann können Sie Ihre getrockneten Gewürzmischung bis zu einem Jahr aufbewahren. Frische Kräuter und Gewürze bereiten Sie am besten immer nach Bedarf zu.

Gewürzmischung: Klassische Kräutermischungen

Eine der klassischen Kräutermischungen sind die Fines herbes. Sie enthalten Gartenkerbel, Schnittlauch und Estragon. Eine solche Mischung können Sie durch Petersilie ergänzen. Diese Gewürzmischung verwenden Sie am besten roh und geben Sie erst kurz vor Ende der Garzeit zum Gericht, damit sie ihre feinaromatische Wirkung entfaltet.

Fein gehackte Petersilienblättchen und Knoblauch oder auch Schalotten ergeben die Gewürzmischung Persillade. Sie lässt sich gut zu Fleisch und Gemüse verwenden. Damit die Persillade ihren frischen Geschmack nicht verliert, sollten Sie sie nur leicht erhitzen.

Die Gremolata, auch Mailänder genannt, bestand ursprünglich aus Zitronenschale, Salbei und Rosmarin. Heute finden Sie diese Gewürzmischung eher mit Zitronenschale, Knoblauch und Petersilie.

Sehr beliebt als getrocknete Kräuter sind die Herbes de Provence. Die Basis besteht dabei aus Thymian, Bohnenkraut und einem Kraut mit Anisaroma, zum Beispiel Fenchel. Ergänzen können Sie diese Grundzutaten mit Salbei, Rosmarin und Lorbeer.

Gewürzmischung: Klassiker

Gewürzmischung
Die gelbe Farbe des Curry entsteht durch Kurkuma

Currypulver eignet sich zum Beispiel hervorragend für Eintöpfe und Saucen. Es gibt unterschiedliche Schärfegrade, je nach Menge des Chilipfeffers. Die gelbe Farbe des Currypulvers entsteht durch Kurkuma. Weitere wichtige Zutaten dieser Gewürzmischung sind Kardamom, Ingwer, Koriander, Pfeffer, Zimt, Kreuzkümmel, Piment und Paprika.

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Garam masala besteht grundsätzlich aus Kardamom, Gewürznelke, Zimt und schwarzem Pfeffer. Möglicherweise ist noch Muskatnuss dabei. Eine Abwandlung dieser Gewürzmischung enthält zusätzlich Koriander und Kreuzkümmel. Diese Gewürzmischung passt vor allem zu Speisen mit Ei und asiatischen Gerichten.

Aus vier gemahlenen Gewürzen bestehen die Quatre épices: Zimt, Nelke, Muskatnuss und Pfeffer. Diese Gewürzmischung wird hauptsächlich für Fleisch- und Wurstwaren verwendet. Der Anteil der einzelnen Gewürze variiert nach Geschmack und Verwendungszweck.

Das Fünfgewürzpulver ist in der chinesischen Küche unentbehrlich. Es enthält gemahlenen Fenchel, Sternanis, Zimt, Nelken und Szechuanpfeffer. Diese Gewürzmischung passt zu allen Gerichten der asiatischen Küche, besonders zu Fleischgerichten. Sie sollten sie aufgrund ihrer Würzkraft sparsam einsetzen.

Weitere bekannte Gewürzmischungen sind Lebkuchengewürz (Kardamom, Anis, Sternanis, Zimt, Piment), Glühweingewürz (Nelken, Kardamom, Zimt, Sternanis), Pizzagewürz (Oregano, Basilikum, Rosmarin, Thymian) oder auch Gurkengewürz (Dill, Borretsch, Liebstöckel).

Gewürzmischungen selbst herstellen

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