Gorgonzola

Der italienische Gorgonzola ist einer der berühmtesten Edelschimmel-Käse. Er darf nur in zwei italienischen Regionen im Piemont und in der Lombardei hergestellt werden. Um die Ursprünglichkeit zu erhalten, haben die Produzenten das „Kosortium für den Schutz des Gorgonzolas“ gegründet.
Gorgonzola

Früher hatte der Gorgonzola den Namenszusatz „Stracchino di Gorgonzola“, der Müde aus Gorgonzola. Der Beiname geht auf eine Geschichte zur Entstehung des würzigen Schimmelkäses zurück. Demnach wurde ein Melker des Nachts von einer verführerischen Magd von der Arbeit abgehalten und die Milch vom abendlichen Melken war am nächsten Morgen geronnen. Diese Milch soll der müde Melker mit der frischen Milch des Morgens vermischt und daraus den ersten Gorgonzola gekäst haben.

Milch aus zwei Melkgängen

Der Wahrheitsgehalt dieser Geschichte ist nicht bestätigt. Tatsächlich aber wird Gorgonzola meist aus der Milch zweier Melkgänge hergestellt, die entweder zusammengeschüttet oder getrennt dickgelegt wird. Für die charakteristischen Schimmeladern im Gorgonzola impft der Käser den Käsebruch mit Kulturen des Penicillium roqueforti. Ist der Gorgonzola nach zwei bis zwölf Monaten fertig gereift, hat er einen mild-süßen bis würzig-pikanten Geschmack angenommen. Der Geruch ist meist deutlich strenger und kann durch das Entfernen der Rinde abgemildert werden.

Export-Schlager Gorgonzola

Gorgonzola
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Etwa 40 Käsereien sind dem „Consorzio per la tutela del formaggio Gorgonzola“ angeschlossen und produzieren den echten Gorgonzola mit der geschützten Ursprungsbezeichnung. Der Kunde erkennt den Original-Käse an dem eingestanzten kleinen „g“ auf der Alufolien-Verpackung. Jährlich stellen diese Betriebe etwa vier Millionen Käselaibe her, das sind rund 240.000 Tonnen Gorgonzola. Zwei Drittel des jährlich produzierten Käses essen die Italiener selbst, ein Drittel wird exportiert. Der meiste Export-Gorgonzola geht nach Deutschland und Frankreich.