Hühnchen Kiew

Hühnchen Kiew ist ein berühmtes Gericht, dass man häufig in der osteuropäischen Küche antrifft. Lesen Sie hier, welche Zutaten Sie benötigen, wie der Klassiker gelingt und was Sie bei der Zubereitung von Hühnchen Kiew beachten müssen.

Hühnchen Kiew: Cordon Bleu auf osteuropäisch

Hühnchen Kiew
Knuspriges Hühnchen Kiew

Hühnchen Kiew ist ein gefülltes und paniertes Stück Hähnchen, das man wegen seines Namens in der Regel mit der ukrainischen Hauptstadt verbindet, das allerdings gar nicht aus Kiew stammt. Woher Hühnchen Kiew aber tatsächlich kommt, wurde nie geklärt und es ranken sich viele Geschichten um seine Herkunft. Die Ukrainer behaupten natürlich, dass es ihre Erfindung war. Andere meinen, die Russen hatten die Idee zum Hühnchen Kiew und wieder andere sagen, es sei in New York entstanden.

Fest steht jedenfalls, dass das knusprige Geflügelgericht heute in vielen ukrainischen und russischen Restaurants auf den Speisekarten steht und, wo auch immer erfunden, zu einem wahren Klassiker avanciert ist.

Hühnchen Kiew: Füllung aus Butter

Hühnchen Kiew
Kräuterbutter für die Füllung

Anders als das optisch ähnliche Cordon Bleu, wird ein Hühnchen Kiew weder mit Schinken noch mit Käse gefüllt. In seinem Inneren befindet sich ganz klassisch nur eine Butter-Dill-Mischung. Sie sollte gut gekühlt und fest sein, damit sie sich gut in die Hähnchenteile füllen lässt.

Heute wird Hühnchen Kiew auch häufig mit anderen Kräutern zubereitet. Viele Rezepte sehen auch eine Kräutermischung vor. Da alle anderen Zutaten des Hühnchen Kiew recht neutral sind, gibt es keine Kräuter, die nicht passen würden. So können Sie die Füllung ganz nach ihrem Geschmack gestalten.

Hühnchen Kiew: knusprige Panade

Hühnchen Kiew
Hühnchen Kiew wird in Paniermehl gewendet

Neben der Füllung ist ein weiteres Markenzeichen für das Hühnchen Kiew seine knusprige Panade. Dazu wird das Huhn zunächst in Mehl, dann in Ei und anschließend in Paniermehl, beziehungsweise Semmelbröseln, gewendet. Eine ganz normale Panade also, allerdings wird das Hühnchen Kiew nach dem Panieren noch einmal für zwei Stunden im Kühlschrank gelagert. Es soll nämlich kühl sein, wenn es ins heiße Fett kommt und so besonders knusprig werden.

Hühnchen Kiew richtig zubereiten

Im Grunde ist die Zubereitung von Hühnchen Kiew nicht besonders schwierig. Der einzige Haken ist oft der Flügelknochen, der sich dem Originalrezept zufolge noch an den Hühnerbrüsten befinden soll. Das dient dazu, dass das Hühnchen Kiew auch mit den Händen gegessen werden kann und ist daher auch sehr praktisch. Das Plattieren des Fleisches wird dadurch allerdings etwas umständlicher. Deshalb findet man Hühnchen Kiew wohl auch immer häufiger ohne Knochen.

Egal für welche Variante Sie sich entscheiden, nach dem Flachklopfen, wird das Huhn nur noch, gesalzen und gepfeffert, mit der Buttermischung gefüllt, paniert und ist dann nach seiner erneuten Kühlung bereit für die Zubereitung. Achten Sie unbedingt darauf, dass die Hähnchenstücke fest verschlossen sind, so dass beim Frittieren keine Butter austreten kann. Sie können auch Küchengarn oder Rouladennadeln zur Hilfe nehmen.

Am einfachsten gelingt Hühnchen Kiew in der Fritteuse. Alternativ können Sie es aber auch mit viel Fett in der Pfanne anbraten und dann im Ofen zu Ende garen.

Fertig ist Hühnchen Kiew, wenn die Panande goldbraun ist. Beim Anschneiden sollte dann die flüssige Butter auf den Teller fließen.

Hühnchen Kiew: Zutatenliste

Um ein klassisches Hühnchen Kiew zuzubereiten, braucht es gar nicht viel. Für vier Personen benötigen Sie:

- 4 Hühnerbrüste (ohne Haut, mit Flügelknochen)

- 200 g kalte Butter

- 1 Bund frischen Dill

- Salz

- frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer

- 2 EL Mehl

- 2 Eier (verquirlt)

- 100 g Semmelbrösel

- Öl oder Butterschmalz zum Frittieren