Kiwi: Kleine Warenkunde

Wegen ihrer Ähnlichkeit mit der Stachelbeere wurde die Kiwi zunächst chinesische Stachelbeere genannt. Als der Samen nach Neuseeland gelangte, wurde sie dort kurzerhand nach dem beliebten Nationaltier benannt.

Charakteristik

Kiwi
Aufgeschnittene Kiwi

Die Kiwi gehört zu den Kletterpflanzen und trägt bis zu tausend Beeren. Die ovalen süß sauren Früchte sind 2-8 cm groß und haben eine dünne haarige Schale, die je nach Art grün bis braun ist. Das Fruchtfleisch ist saftig und hell- bis dunkelgrün. In der Mitte zieht sich durch die Frucht eine fleischige weiße Fruchtachse von der strahlenartig die im Fruchtfleisch eingebetteten, dunklen Samen abgehen.

Herkunft

Ursprünglich kommt die chinesische Stachelbeere aus dem südlichen China und wurde von dort nach Neuseeland exportiert. Hier bekam sie zu Vermarktungszwecken den Namen Kiwi nach dem neuseeländischen Wappenvogel. Heute werden die Früchte neben Neuseeland in Chile und Japan angebaut, aber auch in gemäßigten Klimazonen wie Italien, Frankreich und Griechenland.

Einkauf und Lagerung

Kiwis werden reif, aber noch hart geerntet, anschließend können sie dann nachreifen. Sie können so einige Wochen im Kühlschrank aufbewahrt werden, doch auch wenn sie schon voll ausgereift sind, sind sie noch einige Tage haltbar. Reife Früchte geben auf Druck leicht nach. Kiwis, deren Fruchtachse hart ist und geschmacklich fade, wurden zu früh geerntet und sind meist schon lange eingelagert.

Inhaltsstoffe und Wirkung

Kiwis enthalten besonders viel Vitamin C. Außerdem Vitamin A, viele B-Vitamine, Natrium, Kalium, Kalzium, Phosphor, Eisen und Magnesium. In den Samen sind Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren enthalten. Kiwis haben einen relativ hohen Gesamtsäure- und Zuckeranteil. Sie stärken unter anderem das Immunsystem, festigen die Blutgefäße, helfen bei allgemeiner Schwäche, bei Verstopfung und Darmträgheit. Kiwis enthalten außerdem das eiweißspaltende Enzym Actinidin.

Küchentipps

Werden rohe Kiwis mit Milchprodukten kombiniert, entstehen bei der Eiweißspaltung Bitterstoffe. Das Enzym lässt sich jedoch durch Erhitzen zerstören. Möchte man also eine Milchspeise mit Kiwis zubereiten, kann man die Frucht vor der Weiterverarbeitung kurz mit Zucker in Wasser oder Saft blanchieren. Werden rohe Kiwis jedoch separat zu Milchprodukten verzehrt, wird die Verdauung der Eiweiße erleichtert. Das Enzym Actinidin hat außerdem den Effekt, dass Fleisch zart und Gelatine nicht fest wird.

Verwendung und Verzehr

Die Kiwi lässt sich einfach quer halbieren und auslöffeln oder - wenn sie noch nicht zu weich ist - mit dem Sparschäler schälen. Sie schmeckt besonders gut in süßen Speisen wie Kuchen und Torten, sowie in kalten Speisen wie Eis, Sorbets oder Kaltschalen. Außerdem kann man Kiwi hervorragend zu Marmeladen, Gelees, Chutneys und Pickles einkochen. Man verwendet sie auch für Mixgetränke wie Smoothies, Cocktails oder Bowlen. Sie eignet sich für Müsli, Obstsalat und zu Soßen verarbeitet für herzhafte oder süße Speisen. Herzhaften Gerichten wie Krustentieren, Fleisch oder Salat geben Kiwis eine fruchtige Note.