Vergessene Gemüse

Wer auf der Suche nach neuen Aromen und Inspiration für die Küche ist, der könnte mal im eigenen Garten oder auf dem Wochenmarkt suchen. Hier warten Portulak und Pastinake, Topinambur und Kapuzinerkresse auf ihre Wiederentdeckung.
Vergessene Gemüse
Vergessene Gemüse

Wie konnten wir sie nur vergessen? Sauerampfer, Portulak und Löwenzahn fristeten in den vergangenen Jahrzehnten eher ein undankbares Dasein als Unkraut, und auch Pastinake und Topinambur blickten meist in fragende Gesichter. Doch das hat nun ein Ende, denn seit einiger Zeit entdecken immer mehr Menschen die heimischen Gemüsesorten und freuen sich über neue Aromen im Kochtopf. Und dank solch schöner Bücher wie "Vergessene Gemüse" wissen auch immer mehr Leute, was man mit diesen tollen Gemüsesorten anstellen kann: Brennnessel-Soufflee zum Beispiel, Portulak-Gnocchi, Rote Bete in Orangemarmelade, Stielmus-Quiche oder Teltower-Rübchen-Gratin.

Wenn wir also ehrlich sind: Die Rezepte in "Vergessene Gemüse" sind nicht neu. Aber sie zeigen die wunderbare Vielfalt unserer heimischen Gemüsesorten, und wie gut diese auch in die "moderne" Küche passen.

Außerdem ist das ganze Buch liebevoll und sehr persönlich gemacht. Autorin Gabriele Redder lässt uns tief in ihre anekdotenreichen Rezeptbücher blicken, und hat immer zur rechten Zeit den richtigen Tipp parat: Hier kann man das Öl wunderbar austauschen, Topinambur schmeckt auch als Chips und manche Rezepte schmecken mit Vollkornspaghetti nur halb so gut. Daneben gibt es zahlreiche Abbildungen und Erläuterungen zu den alten Gemüsesorten, damit wir sie genau kennen lernen und nicht so schnell wieder vergessen.

Ein Buch, das sich vergessenen Gemüsen widmet, sollte auch mit vergessenen Wörtern gelobt werden. In diesem Sinne: Famos!

"Vergessene Gemüse" ist im Bassermann Verlag erschienen und kostet 14,99 Euro.

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