wild kochen - Aus der grünen Speisekammer der Natur

Spätestens seit den Erfolgen der „Nordischen Küche“ ist es wieder chic mit Zutaten zu kochen, die direkt vor der Haustür wachsen. In ihrem Buch „wild kochen“ zeigt Anette Eckmann eindrucksvoll, wie man unscheinbare Kräuter, Gräser, Blüten und Beeren zu wahren Delikatessen verarbeiten kann.
wild kochen - Aus der grünen Speisekammer der Natur
wild kochen - Aus der grünen Speisekammer der Natur

Wer einen Blick in „wild kochen - Aus der grünen Speisekammer der Natur“ wirft, wird schnell feststellen, dass er kein gewöhnliches Kochbuch in den Händen halt. Es gibt durchaus Rezepte, doch schon in der Einleitung wird deutlich, dass die Autorin vor allem den Entdeckergeist, die Kreativität und die Freude an der Natur wecken will. Anette Eckmann startet mit allgemeinen Tipps für passionierte Sammler und alle die es werden wollen. Sie geht auf die richtige Ausrüstung ein (inklusive Tee und Brotzeit, für längere Touren), gibt Hinweise auf geschützte Arten, die nicht gesammelt werden dürfen und gibt Anleitungen zu verschiedenen nützlichen Verarbeitungstechniken wie Trocknen, Saften oder dem Ansetzen von Likören und Schnäpsen.

Das Buch rollt das Thema der essbaren Wildpflanzen in seiner ganzen Vielfalt auf: 40 verschiedene essbaren Pflanzen, Kräuter, Beeren, Früchte, Wurzeln, Nüsse und Pilze sind alphabetisch geordnet und stehen jeweils als Kapitel für sich. Jedes Kapitel bietet eine kleine Geschichte zur behandelten Pflanze, Hinweise auf die Saison und die Gebiete, in denen man sie findet. Dazu kommen nützliche Tipps für die Zubereitung und schlussendlich die Rezepte, die bei so manch „exotischer“ Zutat wie Giersch, Engelwurz oder Eicheln etwas Orientierung verschaffen. Klassische Sammelkräuter und -früchte wie Waldmeister, Holunderblüten, Bärlauch oder Schlehen stehen neben essbaren Baumgewächsen wie Fichtentrieben oder Buchenblättern. Dazu kommen Wiesenkräuter wie Schafgarbe, Löwenzahn und Gänseblümchen sowie Küstengewächse wie Queller, Meerkohl oder weißer Gänsefuß.

Rezepte à la Eichelkakao, Hagebuttenketchup, Fichtennadelöl oder Bucheckern-Schoko-Kekse sind nicht nur spannend, sondern machen auch richtig Appetit. Zusammen mit bezaubernden Fotos und einem frischen, farbenfrohen Design ist „wild kochen – Aus der grünen Speisekammer der Natur“ ein rundum gelungenes Buch für alle Naturliebhaber, die offen für Experimente sind.