Kräuterlexikon

Die Liste der Kräuter ist lang. Für jedes Gericht gibt es Gräser, Blättchen und Stängel. Sie alle erfreuen sich wieder wachsender Beliebtheit. In Restaurants gibt es Kräutersalate, in Supermärkten kann man neben Petersilie mittlerweile auch exotische Kräuter kaufen, und die Fans der schnellen Küche greifen zum Grünen aus der Tiefkühltruhe. Wir geben eine kleine Übersicht über die gebräuchlichsten Kräuter.

Kräuter - die Basis

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Petersilie: der Klassiker unter den Küchenkräutern

Es gibt sie - die großen Klassiker! Jeder kennt sie, jeder hat sie schon einmal verwendet.

Petersilie: Es gibt sie in glatt und kraus. Sie ist universell einsetzbar, versteht sich mit allen anderen Kräutern und passt zu fast jedem Gericht. Gerne wird sie auch zum Dekorieren verwendet, sie bringt frisches Grün an Eintöpfe, Fleisch und mehr.

Schnittlauch: Die dünnen Halme sehen fast schon künstlerisch aus. Ihr Geschmack ist leicht scharf, sie können prima in Salaten und Saucen die intensiven Zwiebeln ersetzen.

Kresse: Schon als Kinder haben wir die kleinen Gräser mit den lustigen Blättern selbst gezüchtet. Kresse hat einen intensiven Geschmack, sie ähnelt in ihrem Aroma dem Meerrettich.

Dill: Wurde schon in der Antike als Küchenkraut verwendet. Dill passt wunderbar zu Fisch, besonders zum leichten Salzgeschmack von Seefisch. Dill ist eines jener Kräuter, die frisch am besten schmecken. Saison ist im Frühsommer. Auch die Samen eignen sich als Gewürz und werden häufig in der indischen Küche verwendet.

Mediterrane Kräuter in der Küche

Spaghetti mit aromatischem Pesto, Tomate-Mozzarella mit Basilikum, Lamm mit Thymian: In der mediterranen Küche stehen Kräuter ganz oben auf der Zutatenliste vieler Gerichte.

Basilikum: Was wäre Tomate-Mozzarella ohne dieses Kraut? Sein Geschmack ist mild, aber doch unverwechselbar. In Salaten oder als Dekoration machen sich die samtigen Blätter wunderbar. Basilikum-Überschuss lässt sich problemlos einfrieren: Blätter in eine Gefrierdose drücken, mit Olivenöl mischen, Dose verschließen und einfrieren.

Oregano: Der Star vieler Nudel-Saucen, kaum wegzudenken von italienischer Pizza und oft in Kräutermischungen enthalten. Auch im getrockneten Zustand bleibt das Aroma bestehen. Sein würziger, leicht scharfer Geschmack passt auch in Salate.

Rosmarin: Die Zweige mit Nadeln erinnern an Tannenbäume. Rosmarin ist ein vielseitiges Kraut, bei dem es auf die richtige Dosierung ankommt. Ganze Zweige können beim Braten und Grillen mitgaren, müssen aber vor dem Servieren entfernt werden. In den Nadeln stecken viele ätherische Öle, die appetitanregend wirken.

Thymian: Passt am besten zu Fleisch- und Kartoffelgerichten. Der Geschmack ist scharf und leicht bitter. Außergewöhnlich ist, dass das Aroma des getrockneten Thymians - anders als bei vielen anderen Kräutern - stärker ist als der des frischen.

Kräuter für bestimmte Lebensmittel

Einige Gerichte brauchen ganz bestimmte Kräuter. So wäre zum Beispiel die berühmte Frankfurter Grüne Sauce ohne Kerbel nicht denkbar. Kräuter für Spezial-Aufträge.

Kerbel: Die frischen Blättchen und Stiele geben ein leicht süßliches Aroma. Das harmoniert wunderbar mit Krebsen und eben der Frankfurter Grünen Sauce. In Schweden liebt man außerdem den Kerbelschnaps, der aus zwei Händen voll frischem Kraut und einer Flasche Wodka gemixt wird.

Bohnekraut: Der Name ist Programm. In Bohnengerichten, aber auch zu Hülsenfrüchten macht der pfefferartige Geschmack des Bohnenkrauts eine gute Figur. Die ganzen Zweige werden in den Topf gegeben und entfalten ihr ganzes Aroma erst bei längeren Kochzeiten.

Lorbeer: Kaum ein Gericht verträgt mehr als ein Blatt von diesem Kraut. Schmorbraten, Fonds und Sauerkraut sind ohne das herbe, intensive Lorbeerblatt kaum denkbar. Der immergrüne Lorbeer-Strauch wird Jahrhunderte alt.

Majoran: Fast alle deutschen Würstchen enthalten dieses kräftige, würzige Kraut. Und auch Bratkartoffeln sind ein Fall für Majoran.

Kräuter, die frisch verwendet werden

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Frische Minze eignet sich wunderbar für einen Teeaufguss

Salate bekommen mit diesen Kräutern den Extra-Frühlings-Kick. Blättchen und Stängel bringen Leichtkeit, Aroma und Frische.

Pimpinelle: Dieses Kraut hat ein mildes, gurkenartiges Aroma. Damit eignet es sich natürlich hervorragend für Kräutersaucen und Salate. Einen ähnlichen Geschmack weist das Kraut Borretsch auf. Pimpinelle gedeiht auch in unserem Klima und entfaltet das volle Aroma besonders nach kräftigen Regenschauern.

Minze: Das Kraut gehört zur Standard-Verzierung auf Desserts und Mixgetränken. Aber auch zu Salaten, jungem Gemüse und neuen Kartoffeln schmecken die grünen Blätter erfrischend. Es gibt verschiedene Arten von Minze, am bekanntesten ist die Pfefferminze.

Melisse: Die jungen Blätter geben Joghurt und anderen Milchprodukten ein frisches Aroma. Ihr Geschmack erinnert an Zitrone und ist ein wenig bitter. Damit macht sich fein gehackte Melisse auch wunderbar in Marmeladen und Süßspeisen.

Sauerampfer: Die sehr sauren Blätter werden als Kraut oder als eigenständiges Gemüse verwendet. Seinen sehr erfrischenden Geschmack gibt Sauerampfer zum Beispiel an die Frankfurter Grüne Sauce oder auch an Dips und Kräuterbutter.