Kulitsch

Kulitsch ist ein süßes Osterbrot aus Russland. Wir haben alle wichtigen Informationen für Sie zusammengefasst. Lesen Sie hier, was Kulitsch ausmacht, was hinein gehört und wie es gelingt.

Kulitsch: Osterbrot aus Russland

Kulitsch
Kulitsch: russisches Osterbrot

In Russland wird zu Ostern eine reichhaltige Tafel mit kulinarischen Köstlichkeiten gedeckt. Kulitsch darf dabei auf keinen Fall fehlen. Das traditionelle Osterbrot steht symbolisch für den Berg der Kreuzigung, Golgatha. Es wird am Karfreitag oder Ostersamstag zubereitet. So kann es noch von einem Priester gesegnet werden, bevor das Hefeteiggebäck dann am Ostersonntag serviert wird. Kulitsch ist also eine der Speisen, mit der das vorösterliche Fasten gebrochen wird. Kulitsch schmeckt gut zum Frühstück oder auch nachmittags zum Kaffee. Man kann das Gebäck als eine Mischung aus Brot und Kuchen bezeichnen.

Kulitsch: Die richtigen Zutaten

Kulitsch
Frische Hefe eignet sich am besten für Kulitsch

Die Basis für Kulitsch ist ein Hefeteig. Im Gegensatz zu anderen Gebäckstücken enthält der Osterkuchen aber wesentlich mehr Eigelb und reichlich zusätzliche Butter. Ansonsten gehören in Kulitsch natürlich Mehl, Milch, Hefe und Zucker hinein. Es wird empfohlen, frische statt Trockenhefe für das süße Brot zu verwenden. Ein weiteres Erkennungsmerkmal von Kulitsch sind Rosinen. Die kommen aber nicht einfach pur in den Teig, sondern werden zuvor in Rum eingelegt. Am besten sollten die kleinen Trockenfrüchte über Nacht ziehen, damit sie im Kulitsch kräftig-aromatisch schmecken und schön saftig sind. Wer keinen Rum mag, kann alternativ auch auf Weinbrand oder Mandellikör zurückgreifen. Anstelle von Rosinen werden für Kulitsch in manchen Rezepten auch kandierte Früchte verwendet. Ein zusätzliches Eigelb brauchen Sie, um den Teig einzupinseln, bevor er in den Ofen wandert.

Kulitsch: Tipps zur Zubereitung

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Der Teig für Kulitsch muss mehrmals ruhen

Die Kulitsch Zubereitung nimmt einige Zeit in Anspruch, denn alle Zutaten müssen gleichmäßig und sehr gründlich miteinander verrührt werden. Das sorgt für die richtige Konsistenz. Am besten ist es, das Mehl nach und nach beizufügen, damit es sich gut einarbeiten lässt. Auerdem muss der Hefeteig mehrmals gehen. Das sollte möglichst bei Zimmertemperatur geschehen. Stellen Sie den Teig nicht auf eine Heizung oder eine warme Platte, denn die Temperatur sollte den Teig gleichmäßig umgeben. Sollten Sie während des Backens das Gefühl haben, dass der Kuchen zu dunkel wird, decken Sie ihn einfach mit Alufolie ab.

Kulitsch: Auf die Größe kommt es an

Bei Kulitsch gilt es auf die richtige Größe zu achten. Ist das Brot zu groß, so gart es in der Mitte nicht richtig durch. Zu klein darf Kulitsch aber auch nicht sein, weil der Teig sonst sehr trocken wird. Früher wurden kleine und große Eimer als Formen verwendet. Heute benutzt man für Kulitsch eher eine gewöhnliche Backform mit hohem Rand oder einen feuerfesten Topf. Den richtigen Backgrad können Sie bei Kulitsch mit der Stäbchenprobe feststellen. Wenn Sie ein Metall- oder Holzstäbchen hinein stecken, sollte es ohne Teigreste wieder hinaus kommen. Dann ist das Osterbrot saftig und schmackhaft. Grundsätzlich können Sie sich aber entscheiden, ob Sie ein größeres Kulitsch backen möchten oder mehrere kleinere. In Russland ist letzteres üblich. Denn Kulitsch wird nicht nur für den Eigenbedarf hergestellt, sondern auch gern an Nachbarn und Verwandte verschenkt.

Kulitsch: Hübsch verziert

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Bunte Streusel geben dem Kulitsch Farbe

Kulitsch ist nicht vollständig ohne einen hübschen Zuckerguss. Nachdem das Gebäck vollständig ausgekühlt ist, werden dafür Wasser, Puderzucker und ein wenig Zitronensaft verrührt und als Glasur auf das Osterbrot gegeben. Manchmal findet man Kulitsch auch mit zusätzlichen Verzierungen, wie kleinen Herzen und Perlen aus Zucker oder Schokostreuseln.