Macarons

Macarons, die farbigen Keks-Klassiker sind das Gebäck der Stunde. Neben Frankreich und der Schweiz mit ihren 'Luxemburgerli' zelebrieren derzeit deutsche, australische und kalifornische Konditoren die Kunst der Macarons-Herstellung.
In diesem Artikel
Leckere Macaron-Rezepte
Stapelweise Macarons

Stapelweise Macarons

Es ist die Verbindung fester und zugleich zartschmelzender Creme zwischen luftigen baiserähnlichen Keksen, die Macarons so unwiederstehlich macht: Jahrelang waren sie nur in Paris oder Zürich (in der Schweizer Variante der Luxemburgerli) zu haben oder wurden teuer importiert. Inzwischen haben Macarons die Kaffeetafeln in Berlin, Hamburg, New York und Sydney erobert: Je nach Saison wechseln die Füllungen, die Sorten und die Farben. Frankreich feiert seit einigen Jahren im Frühling des "Jour de Macarons", der auch in New York begangen wird, Adriano Zumbo, Sydneys berühmtester Macarons-Meister, hat kurzerhand seinen Geburtstag am 6. November zum Macaron-Day erklärt.

Angeblich tauchen Macarons bereits im 16. Jahrhundert in Italien als schlichte Keksvarriante auf. Aus einem an Amarettini erinnernden Gebäck sollen sich später in Deutschland die Makronen und in Frankreich die Macarons entwickelt haben. Für die heutige berühmte Form der französischen Macarons zeichnet Pierre Desfontaines, ein Verwandter von Louis Ernest Ladurée verantwortlich. Desfontaines soll sie Anfang des 20. Jahrhunderts für die Konditorei Ladurée kreiert haben.

Für klassische Macarons kommt Buttercreme zwischen zwei kleine runde Schalen aus Mandelbaiser. Typisch für Macarons ist das Angebot in zahlreichen Geschmacks- und zugleich Farbvariationen: Schokolade, Vanille, Zitrone, Himbeere, Pistazie, Rose und Nuss gehören zu den klassischen Sorten. Sie werden häufig saisonal ergänzt. Die kleinen runden köstlichen Macarons müssen frisch verzehrt werden, denn die Baiserschalen bleiben nur zwei Tage frisch und verlieren schnell ihren charakteristischen Biss.

 

Paris: Ladurée und Hermé

Zu den berühmtesten französischen Herstellern der Macarons gehört natürlich Ladurée,, in dessen Pariser Läden täglich frische Macarons gebacken werden. Das Ladurée Macarons Sortiment, das inzwischen in weltweiten Dependanecn in New York, Mailand oder Istanbul erhältlich ist, wechselt je nach Saison: Schwarzwälder-Kirsch, Granny Smith Apfel, Trauben-Zimt oder Waldbeeren gehören zu den ausgewählten Sorten, die neben den klassischen angeboten werden. Wer sich seine Macarons nicht selber zusammen stellen möchte, kann u.a. auf Ladurées "Haute Couture-Boxen" zurück greifen: Die "La Collection de boîtes Pied de Coq" besteht aus acht Macarons in vier verschiedenen leuchtenden Farben, die stilvoll in einer farbigen Schachtel in Hahnentritt-Muster verpackt sind. Von runden Christal-Boxes bis zu schlanken sechs Macarons fassenden Napoleon Boxen scheint die Auswahl der Macarons-Schachteln ebenso unendlich wie bei den Macarons selbst.

Neben den Macarons von Ladurée sind jene von Pierre Hermé seit Ende der 90er Jahre eine feste Pariser Institution: Mindestens zweimal jährlich präsentiert Pierre Hermé sein saisonal wechselndes Sortiment in aufwendigen Defilées. Seine Macarons sind ebenso vielfältig wie bei Ladurée: "Infiniment Caramel" gesalzenes Butterkaramell, "Caraquillo" aus Schokolade, Kaffee und Anissamen, "Crème Brûlée", "Mogador", Milchschokolade mit Passionsfrucht oder seine berühmten "Infiniment Rose" aus Rosenblüten.

Sprüngli: Luxumburgerli

In der Schweiz sind es die Luxemburgerli von Sprüngli, die in zarten Pastelltönen und bunten Farben zum Naschen verführen. Das Rezept für die Schweizer Variante basiert ebenfalls auf Mandebaiserschalen und Buttercremefüllung und soll in den 50er Jahren von einem Bäckerlehrling aus Luxemburg mitgebracht worden sein. Sprünglis Luxemburgerli werden ohne künstliche Konservierungsstoffe oder künstliche Farbstoffe täglich frisch hergestellt. Zur Auswahl gehören Himbeer oder Champagner Deluxe, Citron, Chocolat, Bourbon Vanille bin Fleur de Sel mit Karamell. Luxemburgerli sind etwas kleiner als Macarons und die Konsistenz der Creme bleibt immer gleich - während bei Macarons die Textur der Füllung häufig mit den unterschiedlichen Aromen und Zutaten variiert.

 

International: Macarons

Macarons

Himbeer, Pistazie, Vanille: Macarons von Frédéric Cassel

Immer mehr kleine Konditoreien und Confisserien in Deutschland bieten inzwischen selbst gemachte Macarons an, die traditionellen Hersteller sind weltweit mit ihren Dependencen vertreten. Ladurée unter anderem in New York, wo seit 2010 ebenfalls der Macaron Day begangen wird. Im Berliner Kaufhaus Galeries Lafayette sind die frischen Macarons Kreationen des französischen Pâtissiers Frédéric Cassel erhältlich, der monatlich neue Sorten anbietet. Im November und Dezember ist es "Pomme Tatin", eine Hommage an die klassische Tarte Tatin, die Sommermonate wurden von den zweifarbigen Erdbeer-Rhabarber-Macarons versüßt.

In Los Angelas bietet seit 2007 lette macarons frische, französische Macarons in zwölf Sorten an: Earl Grey Tea, Cassis oder Lemon gehörden zu den Standards, die saisonal erweitert werden. Sydney hat Adriano Zumbo mit seinen Zumbarons bereits erobert.

Leckere Macaron-Rezepte

Inspirieren Sie sich mit leckeren Rezepten für Macarons:

Macarons
Die Qual der Wahl: Bevor Sie loslegen, müssen Sie sich für eine der fünf Farben plus entsprechender Füllung entscheiden. Jede Füllung reicht für 40 Macarons.
180 Min. plus Kühlzeiten
67 kcal 1 g Eiweiß 4 g Fett 6 g KH
Macaron-Burger mit Birnenkompott
Im Einklang mit Vanille und Birne: Bei diesem verschwenderisch gefüllten Leichtgebäck geben Kuvertüre in der Sahne und Kakao im Baiser dezent den Schoko-Ton an.
120 Min. plus Kühlzeit über Nacht
520 kcal 8 g Eiweiß 25 g Fett 60 g KH
Rezept für Orangen-Schokoladen-Macarons nach Adriano Zumbo
Macarons bestehen aus zwei weich-knusprigen Mandelbaiser-Schalen und einer Füllung aus Buttercreme, die ihnen Geschmack verleiht. Hier finden Sie ein Grundrezept für Macaronschalen nach Adriano Zumbo und die Zubereitung für eine köstliche Orangen-Schokoladen-Füllung.