Löwenzahn

Blätter und Blüten des Löwenzahns können im Frühjahr geerntet werden. Pflücken Sie ihn am besten weit ab von befahrenen Straßen - dort wächst er abgasfrei. Die jungen Blätter schmecken leicht bitter und lassen sich für köstliche Wildsalate verwenden. Aus den süßen Blüten des Löwenzahns lässt sich ein honigähnlicher Sirup bereiten. Löwenzahn-Tee aus Wurzeln und Blättern wird eine blutreinigende, harntreibende und verdauungsfördernde Wirkung zugeschrieben.

Vorsicht: Den weißliche Milchsaft aus den Stengeln besser nicht verwenden - er enthält toxische Stoffe und hinterlässt außerdem braune Flecken auf der Kleidung.

Giersch

Dieses Kraut ist auch bekannt unter den Namen Zipperleinskraut, Geißfuß und Gichtkraut. Es fühlt sich besonders wohl unter Gehölzen und bei Staudenpflanzen. Deshalb wird es häufig mit Nichtachtung gestraft und als Unkraut entfernt. Dabei haben jung geerntete Blätter ein sehr frisches Aroma, welches an Petersilie und Karotten erinnert und wunderbar Kartoffelgerichte und Salate ergänzen kann. Hat es sich der Giersch in Ihrem Garten bequem gemacht, so sollten Sie ihn regelmäßig abmähen. Damit stoppen Sie seine Verbreitung, können aber regelmäßig die jungen Blätter ernten und sie in Ihrer Küche verwenden.

Gundermann

Gundermann wird, ebenso wie Giersch, oft als Unkraut angesehen. Ganz zu Unrecht, denn dieses Kraut eignet sich sehr gut zum Würzen und Anrichten. Im Frühjahr können die Triebspitzen mit den jungen Blättern sowie die violetten Blüten geerntet werden. Der Gundermann schmeckt würzig-herb und leicht harzig – hier wird die Verwandschaft zu kräftigen Kräutern wie Salbei, Minze und Thymian deutlich. Aromatisieren Sie herzhafte Speisen wie Rinderrücken oder Fisch-Filet mit den rohen oder getrockneten Blättern. Mit kandierten Blättchen und Blüten lassen sich Süßspeisen dekorieren und verfeinern.

Brunnenkresse

Die Brunnen- oder Wasserkresse lebt bevorzugt in nährstoffreichem Wasser. Die Erntezeit liegt im Mai, wenn der Frost vorbei ist und die Brunnenkresse noch nicht blüht. Sie schmeckt dann leicht bitter und würzig-scharf. Ihre Blätter enthalten viel Vitamin C und Pflanzen- und Bitterstoffe, wie z.B. Senfölglycoside. In Salaten, Suppen und als Bestandteil für Saucen zu Fisch und Geflügel werden die Blättchen besonders geschätzt.

Veilchenblüten

Veilchen strecken ihre hübschen Köpfchen schon bei den ersten Strahlen Richtung Sonne. Frische Veilchen sind ein toller Hingucker in Salaten oder Hauptspeisen, kandiert dekorieren sie gekonnt Desserts und Süßspeisen. Zur längeren Aufbewahrung können sie einfach getrocknet werden und fern vom Licht aufbewahrt werden. Zudem enthalten sie Salicylsäure und können als Tee bereitet Husten lindern. Achten Sie wie bei allen Blüten auch bei Veilchen darauf, dass Sie nur solche in der Küche verwenden, die zum Verzehr geeignet sind. Essbare Blüten sind bei Blütenmanufakturen wie www.essbarelandschaften.de oder www.de.von-blythen.com erhältlich.

Sauerampfer

Die jungen Blatttriebe des Sauerampfer werden im Frühling vor der Blüte geerntet und haben ein fein-säuerliches Aroma. Verwendung finden die leckeren Blätter in der Küche z.B. roh in Salaten oder auch püriert in Suppen. Dabei unterscheiden sich die verschiedenen Sorten (z.B. römischer Sauerampfer, Blutampfer, Schild-Sauerampfer, Garten-Sauerampfer) hauptsächlich in der Stärke ihrer Säure.

Eine Heilwirkung des Sauerampfers ist nicht bekannt, die Blätter verfügen jedoch über einen hohen Gehalt an Vitamin C. Aufgrund der enthaltenen Oxalsäure sollten Sie Ihre Kinder nicht zu viel rohen Sauerampfer essen lassen – die Säure kann bei Kindern schneller als bei Erwachsenen zu Bauchschmerzen führen.

Brennessel

Wagen Sie es! Stellen Sie sich dieses Frühjahr mutig – und mit Handschuhen! - der Brennnesselernte. Zupfen Sie die jungen Triebe bis zum vierten Blatt bevor die Pflanze blüht. Es lohnt sich, denn Brennnesseln sind eine echte Bereicherung in der Küche. Als Blattgemüse bieten sie eine leckere Alternative zu Spinat – und sie schmecken köstlich in Suppen und Nudelsaucen. Beliebt ist auch Brennnesseltee. Die Heilkundler der Antike benutzten die Brennnessel übrigens als Heilpflanze gegen Rheuma und zur Linderung von Nieren- und Harnwegsinfekten.

Vogelmiere

Wer sich an der Brennessel verbrannt hat, der pflückt sich ein paar Blättchen Vogelmiere und das Brennen ist vergessen. Die Pflanzenstoffe der Vogelmiere können gegen Hautkrankheiten eingesetzt werden. Aber auch in der Küche verteidigt die Vogelmiere ihren Platz unter den Küchenkräutern. Ihr Geschmack ähnelt stark dem Geschmack von jungem Mais. Geerntet werden die jungen Triebspitzen, die noch dicht von Blättern umgeben sind, bevor die hübschen weißen Blüten emporkommen. Für frische Salate, junges Gemüse und helles Fleisch ist die Vogelmiere eine willkommene Bereicherung!

Gänseblümchen

Unsere Lieblingsblume aus Kindertagen hat mehr zu bieten als nur ihr hübsches Äußeres. Die zarten Frühlingsblätter und die Blüten der Gänseblümchen schmecken zart nussig und leicht bitter. Die Blätter lassen sich in Salaten verwenden und die hübschen Blüten eignen sich hervorragend als essbare Deko für Nachspeisen, aber auch auf Butterbroten. Getrocknet lassen sie sich in Kräutertees finden und gelten als blutreinigend und appetitanregend.

Pimpinelle

Der kleine Wiesenknopf - auch als Pimpinelle bekannt - gehört zur Familie der Rosengewächse. Ernten sie von ihm nur Triebe und junge Blätter (die älteren schmecken sehr zäh). Die Pimpinelle eignet sich hervorragend, um Salate, Saucen und Suppen zu würzen. Ihr Aroma ist frisch und erinnert an Walnuss und Salatgurke. Als Heilpflanze kann sie bei Entzündungen in Mund und Rachen eingesetzt werden. Aus getrockneten Blättern lässt sich hervorragend ein Tee bereiten. Als Heilpflanze kann sie bei Entzündungen in Mund und Rachen eingesetzt werden. Aus getrockneten Blättern lässt sich hervorragend ein Tee bereiten.

Schafgarbe

Die Schafgarbe heißt im Volksmund auch Bauchweh- oder Frauenkraut - als Tee lindert sie Magen-Darm- oder Menstruationsbeschwerden. Dazu wirkt sie entzündungshemmend, harntreibend und fiebersenkend. Geerntet werden die jungen gewimperten Blätter, die älteren Blätter sind sehr faserig. Die Schafgarbe ist geschmacklich recht bitter, kann aber sehr gut zur Würze von Salaten und Gemüsen beigefügt werden.

Melisse

Zitronenmelisse ist bekannt für ihr zitronig-frisches Aroma, welches wir in Tees schätzen. Ihre Heilwirkung gegen Kopfschmerzen und Nervosität ist schon lange bekannt. In der Küche passt die Zitronenmelisse ganz besonders zu fruchtig-frischen Desserts. Aber auch im Salatdressing macht sich ein wenig Melisse sehr gut. In der asiatischen Küche kommt die weiße Melisse zum Einsatz und verfeinert Geflügel- und Gemüsegerichte.

Borretsch

Der frische gurkenähnliche Geschmack des Borretsch wird schon sehr lange in der Kräuterküche geschätzt. Die jungen Blätter des Borretsch erst kurz vor der Verwendung pflücken und ganz frisch aufs Butterbrot legen oder zu Eierspeisen, Quark oder Blattgemüse geben. Die Blüten erfreuen unser Auge - mit ihnen lassen sich Desserts und Salate hübsch dekorieren. Gekocht als Tee wird dem Borretsch eine herzstärkende und schleimlösende Wirkung zugeschrieben.