Mungobohnen

Mungobohnen sind leicht bekömmlich und vielseitig einsetzbar. Was die indische Hülsenfrucht sonst noch ausmacht und wie Sie Mungobohnen am besten einkaufen und lagern, sagen wir Ihnen hier. Sie finden auch leckere Rezepte mit Mungobohnen und erfahren, was sie so gesund macht.

Mungobohnen: Merkmale und Herkunft

Mungobohnen
Mungobohnen schmecken mild und dezent

Mungobohnen, auch bekannt als Jerusalembohnen oder Lunjabohnen, gehören zu den Schmetterlingsblütlern und damit zu den Hülsenfrüchten. Die kleinen grünen Kerne stammen ursprünglich aus Indien. Inzwischen werden Mungobohnen in ganz Asien häufig verwendet und auch in Europa und Amerika erfreuen sie sich immer größerer Beliebtheit. Mungobohnen sind Bohnenkerne. Man verzehrt also ihre etwas erbsengroßen Samen. Es gibt etwa 200 Mungobohnensorten. Bei uns finden vor allem die grünen Mungobohnen Verwendung. Ihr Eigengeschmack ist eher mild und dezent. Sie werden entweder als tatsächliche Bohne verzehrt, oder aber zum Keimen verwendet. Die daraus entstehenden Mungobohnensprossen passen prima in Salate oder Suppen. Auf Grund ihrer Ähnlichkeit werden die Sprossen der Mungobohnen häufig mit Sojasprossen verwechselt. Geschmacklich sind Mungobohnen Sprossen aber deutlich frischer.

Mungobohnen: Einkauf und Lagerung

Die Samen, also die eigentlichen Mungobohnen gibt es getrocknet in Asia-Shops und Naturkostläden - entweder im Ganzen oder geschält und halbiert. Die ganzen, ungeschälten Früchte sind grün, die bereits bearbeiteten hingegen weisen eine gelbe Farbe auf. Ebenfalls erhältlich sind die frischen Mungobohnen Sprossen. Getrocknete Mungobohnen haben, fest und trocken verpackt, eine Haltbarkeit von etwa einem Jahr. Wenn Sie die Sprossen der Mungobohnen erstehen, sollten Sie diese möglichst binnen 2 Tagen verbrauchen. Beim Asiaten erhält man Mungobohnen Sprossen häufig nur in großen Einheiten. Sie können sie bei Bedarf auch einfrieren. Allerdings sind Sie nach dem Auftauen nicht mehr knackig. Daher eignen sich die Sprossen dann nur noch für Pfannen- oder Wokgerichte. Geben Sie sie einfach gefroren direkt in die Pfanne.

Mungobohnen: Verarbeitung

Mungobohnen
Mungobohnen passen gut zu Nudeln

Getrocknete Mungobohnen müssen zunächst für mindestens 4 Stunden in reichlich salzlosem Wasser eingeweicht werden. Ihre Garzeit beträgt dann etwa 30 Minuten. Die halbierten und geschälten Mungobohnen können Sie in der gleichen Zeit ohne vorheriges Einweichen kochen. Mungobohnen sind mit ihrem nussig-milden Geschmack vielseitig einsetzbar. Sie passen ebenso gut in Suppen und Salate wie in Gemüse- und Pfannengerichte. Sie können Mungobohnen auch zu einem Püree verarbeiten, das sie entweder pur genießen oder zu Nocken austechen und in Fett oder im Ofen backen können. Aus dem Mehl getrockneter Mungobohnen werden übrigens asiatische Glasnudeln hergestellt.

Geschälte, halbierte Mungobohnen sind besonders bekannt aus dem indischen Nationalgericht Dal.

Sie können Mungobohnen auch ganz leicht selbst zu Hause keimen lassen. Dazu müssen Sie sie über Nacht in Wasser einweichen lassen. Am nächsten Tag wird das Wasser abgegossen und die Mungobohnen zum Sprießen in Keimschalen- oder Gläser (erhätlich in Drogerien oder Reformhäusern) gegeben. Die Temperatur sollte etwa 20 Grad Celsius betragen. Wenn Sie Mungobohnen täglich spülen, können Sie nach etwa 2-3 Tagen 1-2 cm lange Sprossen ernten. Sie schmecken köstlich in Salaten, Wokgerichten oder als Suppeneinlage.

Mungobohnen: Inhaltsstoffe

Mungobohnen
Mungobohnen sind reich an Ballaststoffen

Mungobohnen sind äußerst gesund. Ein Vorteil ist, dass sie viel leichter bekömmlich sind als die herkömmliche Gartenbohne und keine Blähungen verursachen sollen. Allerdings ist ihr Geschmack auch weniger intensiv.

Außerdem haben Mungobohnen einen sehr hohen Eiweißanteil und sind reich an Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralstoffen. Ein weiteres Plus: Mungobohnen gelten als cholesterinsenkend. Es lohnt sich also, Mungobohnen zu kosten. Denn mit ihnen zaubern Sie nicht nur etwas exotisches, sondern auch Gesundes auf den Tisch.

Mungobohnen: Rezepte