Tipps für klimafreundliche Ernährung

Nachhaltige Ernährung ist Umweltschutz, Tierschutz und dient der eigenen Gesundheit. Der Begriff umfasst eine Vielzahl von Verhaltensweisen im Alltag, vom Einkaufen über das Lagern von Lebensmitteln bis zum Kochen. essen-und-trinken.de gibt Tipps, wie diese Dinge des täglichen Lebens aktiv zum Klimaschutz beitragen können.

Tierisch ist problematisch

Tipps für klimafreundliche Ernährung
Offizielles Bio-Siegel der EU.

Bio-Lebensmittel sind oft klimafreundlicher als konventionelle Lebensmittel. Im ökologischen Landbau werden weniger Düngemittel eingesetzt und die Bio-Bauern bewirtschaften ihre Flächen in der Regel nachhaltiger. Vor allem bei tierischen Produkten ist Bio-Qualität der Vorzug zu geben.

Doch auch bei Bio gilt: Fleischproduktion und die Haltung von Milchvieh verursachen große Mengen Treibhausgase. Zum einen produzieren die Tiere selbst Methan und Lachgas. Zusätzlich brauchen sie aber viel Futter. Der Anbau von Futtermitteln wie Mais braucht wiederum Energie und vernichtet CO2-speichernde Grünflächen. Klimaschützer raten darum: öfter mal fleischfreie Tage einlegen und auch den Verbrauch von Eiern und Milchprodukten möglichst reduzieren.

Für Milchprodukte ist außerdem die Haltung der Kühe ausschlaggebend. Weidehaltung und Grünland-Futter sind in jedem Fall besser als Futtermittel aus Ackerbau (siehe oben). Für Verbraucher ist es leider oft nicht einfach, den Unterschied anhand der Verpackung zu erkennen. Bei Bio-Milchprodukten ist die Wahrscheinlichkeit für Grünland-Fütterung höher, aber auch dort gibt es für die Erzeuger keine Vorgaben.

Hofladen und Markt

Tipps für klimafreundliche Ernährung
Gemüse frisch vom Markt.

Regional und saisonal sind mittlerweile Schlagworte, die sich auch die Lebensmittelindustrie gerne auf die Fahnen schreibt. Auf der sicheren Seite ist, wer Nahrungsmittel direkt beim Erzeuger kauft, zum Beispiel im Hofladen oder auf dem Markt. Möglichst unverarbeitete Nahrungsmittel haben in der Regel kürzere Transportwege hinter sich. Für den Einkauf nach Jahreszeit empfiehlt sich ein Saisonkalender, den es als Poster für die Küche oder im Taschenformat beim aid gibt.

Zu Fuß und zusammen

Lieber mal zu Fuß einkaufen gehen. Denn dass Autos regelrechte Klimakiller sind, ist kein Geheimnis. Wenn es sich nicht vermeiden lässt, sollten zumindest lagerfähige Lebensmittel auf Vorrat eingekauft werden. Für einen Liter Milch zum Biobauern zu fahren, lohnt sich für das Klima nicht.

Vielleicht der angenehmste Tipp in Sachen Klimaschutz: Freunde einladen (oder sich einladen lassen) und zusammen kochen. Denn wer gemeinsam statt für sich alleine kocht, spart insgesamt viel Energie und reduziert damit den CO2-Ausstoß.

Beratung: Greenpeace-Agrarexperte Martin Hofstetter

Fotos: BMLEV, Paul-Georg Meister/PIXELIO