Ökologisch korrekt - Fazit

Was man weiß und was man tut sind oft zwei Paar Schuhe. Eine Woche lang habe ich versucht, zusammengetragenes Wissen zur nachhaltigen Ernährung auch umzusetzen. Und ich finde: dieser Versuch hat sich auf jeden Fall gelohnt.

Unbegründete Vorbehalte

Ökologisch korrekt - Fazit
Ausgelesen und aufgegessen.

Wie berichtet, hatte ich ja im Vorfeld mit einigen Schwierigkeiten gerechnet. Problematisch stellte ich mir insbesondere die begrenzten Einkaufsmöglichkeiten vor (weder Wochenmarkt noch Bio-Laden, geschweige denn Bauernhof in der Nähe). Und auch höhere finanzielle Ausgaben habe ich erwartet. Diese negativen Erwartungen haben sich weitgehend als unbegründet herausgestellt.

Wochenmarkt plus Supermarkt

Saisonal lässt es sich ganz gut im Supermarkt einkaufen. Dort gibt es in der Regel auch eine Auswahl an Bioprodukten. Natürlich ist die Qualität dort oft schlechter als frisch vom Hof oder Markt. Für meine Gegebenheiten – Großstadt und kein Auto – hat sich eine Mischung als praktikabel herausgestellt: Einmal pro Woche mit großem Rucksack auf den Wochenmarkt und den Rest im Supermarkt zukaufen. Allerdings musste ich deutlich mehr planen als gewohnt. Die höheren Kosten für Bio-Produkte glichen sich über den bewussteren Einkauf aus. Dinge, die sonst gedankenlos in den Einkaufswagen wanderten, habe ich mir in dieser Woche im wahrsten Sinne des Wortes gespart.

Spannendes Feld

Positiv wiegt in jedem Fall die Erkenntnis, dass nachhaltige Ernährung nicht Verzicht bedeuten muss. Im Gegenteil - ich habe Neues entdeckt und ausprobiert. Außerdem ist die Beschäftigung mit Nachhaltigkeit und Ökologie ein spannendes Feld. Sie liefert Informationen, die über die Themen Lebensmittel und Kochen hinausgehen, zum Beispiel über Etikettenschwindel und Verbrauchertäuschung.

Kein Vorbeikommen

Und nicht zuletzt, ohne jetzt salbungsvoll klingen zu wollen: am Thema Nachhaltigkeit werden wir künftig nicht vorbei kommen. Zwar sind die Folgen des Klimawandels in Deutschland noch nicht unmittelbar zu spüren. Aber vor einer Milliarde hungernder Menschen weltweit und Nahrungsmittelknappheit in vielen Regionen der Erde kann man nicht die Augen verschließen.