Martin Suter: Der Koch

In seinem neuen Roman kocht Martin Suter groß auf: Ein junger Tamile bringt die High Society Zürichs mit erotisierenden Menüs durcheinander.
Martin Suter: Der Koch
Martin Suter: Der Koch

Asylbewerber Maravan, 33, aus Sri Lanka arbeitet als Küchenhilfe in einem Züricher Sternerestaurant. Eigentlich aber kann er viel mehr: Seine Großtante in der Heimat hat ihn in die Künste der aphrodisierenden Küche eingeweiht, seine Kreationen machen Lust auf mehr. Nach seiner Entlassung überredet ihn Kollegin Andrea, das Wissen der Großtante gewinnbringend einzusetzen. Gemeinam gründen sie ein Catering für Liebesmenüs. Kunden des „Love Food“-Teams sind zunächst gelangweilte Paare, die von einer Sexualtherapeutin vermittelt werden - und dank der erotisierenden Wirkung der Speisen schnell wieder zueinander finden. Dann aber spricht sich der Erfolg der aryuvedischen Gerichte herum, und das Klientel der beiden wandelt sich. Zwielichtige Gestalten aus Politik und Wirtschaft tauchen auf und bringen nicht nur ihre Libido, sondern auch ihre Geschäfte auf Trab. Doch mit dem Geld kommen auch die Probleme...

Martin Suter zeichnet in seinem neuen Roman ein satirisches Portrait der krisengebeutelten Schweizer Wirtschaftselite. Die der Molekularküche entliehenen Gerichte kann der geneigte Leser im Anschluss gleich selbst ausprobieren: Die verheißungsvollen Rezepte sind im Anhang des Buches gleich mitgeliefert.

"Der Koch" ist im Diogenes Verlag erschienen und kostet 21,90€.

Eine Leseprobe gibt es hier.