Ben & Jerry's handelt fair

Die amerikanischen Eisproduzenten Ben & Jerry's stellen bis 2011 alle Produkte in Europa auf Fair Trade um. Das verkündeten die beiden Firmengründer Ben Cohen und Jerry Greenfield am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Hamburg.

Engagement hat Tradition

"Ben & Jerry's, Fairly Nuts"

Jede Zutat, die aus Fairem Handel erhältlich ist, soll bis Ende kommenden Jahres auch als solche für die Eisproduktion verwendet werden. Zucker, Kakao, Bananen, Kaffee, Vanille, Nüsse und Früchte werden künftig ausschließlich bei bäuerlichen Kooperativen bezogen. Damit folgt Ben & Jerry's seiner Tradition: das soziale und ökologische Engagement stand seit der Firmengründung 1978 stets im Vordergrund. So unterstützen die "Eis-Hippies" nachhaltige Milchwirtschaft und bemühen sich um eine klimaneutrale Herstellung. Mit Blick auf die verschwindenden Gletscher und Polkappen sagt Ben Cohen: "Wenn es geschmolzen ist, ist es ruiniert". Und der Eishersteller muss es schließlich wissen.

Ein Stück vom Kuchen

Ben & Jerry's handelt fair

Bereits in Fair Trade-Qualität erhältlich sind die Sorten "Chocolate Macadamia", "Chunky Monkey", "Vanilla Toffee Crunch" und "Vanilla". Ganz neu im Sortiment ist "Fairly Nuts" mit nachhaltig angebauten Vanilleschoten und Mandeln. Die Ben & Jerry's Bestseller "Baked Alaska", "Caramel Chew Chew", "Chocolate Fudge Brownie" und "Phish Food" werden derzeit auf Fair Trade umgestellt. Bis Ende 2011 werden alle Geschmacksrichtungen das Siegel tragen. Ben und Jerry selbst stehen eigentlich nicht gerne in der Öffentlichkeit. Um das Konzept des Fairen Handels bekannt zu machen, touren sie derzeit dennoch durch ganz Europa. Firmen-Mitbegründer Jerry Greenfield sagt dazu: "Das bedeutet sicherzustellen, dass jeder sein Stück vom Kuchen abbekommt."