Weniger Hühner in Käfighaltung

Laut Statistischem Bundesamt lebten im vergangenen Jahr etwa 60 % weniger Hühner in Käfighaltung als noch im Vorjahr. Stattdessen leben Hennen nun vermehrt in Bodenhaltung, das Statistische Bundesamt verzeichnete einen Zuwachs von 85 %.

Legebatterien und sogenannte Käfighaltung sind in Deutschland seit dem 01. Januar 2009 verboten, eine Übergangsfrist galt bis zum 01. Januar 2010. Käfighaltung bedeutet für Hennen, dass sie in Käfigen zusammengepfercht auf einer Fläche, die kleiner als ein DIN A4-Blatt ist, leben mussten. Komplett verschwunden sind Legebatterien in Deutschland allerdings nicht. Die neue Version der Käfighaltung heißt nun „Haltung in Kleintiergruppen“. Vorgeschrieben sind eine doppelt so große Fläche und abgedunkelte Nestplätze - was auch nur eine kleine Verbesserung der Lebensbedingungen bedeutet. Noch etwas mehr Platz haben die Hennen in Bodenhaltung, so dass sie ihrem natürlichen Scharrtrieb nachgeben können. Da die Tiere hier allerdings in sehr großen Gruppen gehalten werden, gibt es immer wieder Probleme mit ihrem sozialen Verhalten, der Hackordnung. Außerdem kommen Hühner hier schnell mit ihrem Kot in Verbindung, so dass sich schnell Parasiten und Krankheiten ausbreiten können. Auch diese Art der Haltung ist also nicht wirklich artgerecht.

Am besten geht es Hennen letzendlich immer noch in Freiland- oder sogar Bio-Haltung. Leider ist der Anteil der artgerecht lebenden, glücklichen Hühner immer noch eher gering.