Kochen macht uns erst zum Menschen

Die Entdeckung des Kochens war anscheinend nicht nur kulinarisch gesehen ein Glücksfall. Folgt man der Theorie des Harvard Professors Richard Wrangham, wurden unsere Vorfahren erst durchs Kochen zum Menschen.
Kochen macht uns erst zum Menschen
Kochen - ein Teil der Evolution

In seiner Theorie dreht sich alles um Energie: Würden wir unser Essen nicht kochen, nähme die Nahrungsaufnahme einen großen Teil unserer Zeit in Anspruch. Ohne Kochen, so Richard Wrangham, wären wir den halben Tag mit Kauen beschäftigt, denn allein 5 Kilo Rohkost bräuchte es, um den durchschnittlichen Tagesbedarf an Energie zu decken. Gegartes dagegen kann viel leichter und schneller verspeist werden – und auch verdaut. Mit der Möglichkeit, Essen zu garen, veränderte sich laut Wrangham auch der Körperbau unserer Vorfahren: Die Mägen konnten dank des Kochens im Laufe der Evolution sehr viel kleiner werden, da die Verdauung nicht mehr so kompliziert war und weniger Platz benötigte. Außerdem war wesentlich weniger Energie zur Verdauung notwendig.

Im Fazit bedeutet das: Unsere kochenden Vorfahren hatten dank eines schlankeren Körperbaus und mehr Energie bessere Überlebenschancen. Außerdem blieb mehr Zeit, sich um die Entwicklung sozialer Strukturen zu kümmern – und natürlich um die Rezeptentwicklung.