EU will Tunfischfang stoppen

Die Bestände des Roten Tunfisches, auch Blauflossen-Tunfisch genannt, sind schon längere Zeit überfischt. Die EU-Kommission hat jetzt entschieden, ein Fangverbot des Roten Tunfisches zu unterstützen.
EU will Tunfischfang stoppen
Boote für den Tunfischfang

Die EU-Mitgliedsstaaten werden ein Verbot des Tunfischfangs an der kommenden CITES-Konferenz unterstützen. Der Rote Tunfisch soll demnach in den Anhang 1 des Washingtoner Artenschutzabkommens (CITES) aufgenommen werden, was ein Verbot des Handels bedeuten würde. Diese Tunfischart wird vor allem für die Zubereitung von Sushi verwendet, während der Weiße Tunfisch zu Dosen-Tunfisch verarbeitet wird. Staaten wie Spanien, Frankreich und Italien, die bis jetzt gegen einen Fangstopp waren, haben ihre Blockadehaltung aufgegeben und damit eine Einigung in der EU-Kommission ermöglicht. Da neben der EU auch die USA das Verbot unterstützen, wird dieses mit großer Wahrscheinlichkeit angenommen werden. Japan hat allerdings angekündigt, dass es den Bann nicht mittragen wird. Über das endgültige Verbot wird an der CITES-Konferenz entschieden, die am 13. März beginnt. Sushi-Fans sollten die Hoffnung nicht aufgeben, da es vielversprechende Zuchtversuche gibt.