Nährwertbezogene Werbeangaben stärker reguliert

Viele Lebensmittelhersteller werben damit, wie gesund und reich an positiven Inhaltsstoffen ihre Produkte sind. Was genau dahinter steckt, weiß kaum jemand. Die Europäische Union will nun auf im Chaos der nährwertbezogenen Werbeangaben aufräumen.
Nährwertbezogene Werbeangaben stärker reguliert
Im Supermarkt

Mit der Health-Claim-Verordnung (HCVO) hat die EU bereits 2007 viele Aussagen, zum Beispiel "fettarm" oder "zuckerfrei", klar definiert.

Seit Anfang März gilt nun eine Erweiterung der HCVO: Fünf neue nährwertbezogene Werbeaussagen wurden zugelassen, sind aber wieder an feste Bedingungen geknüpft. „Mit einem hohen Gehalt an ungesättigten Fettsäuren“ darf zum Beispiel nur verwendet werden, wenn mindestens 70 Prozent der enthaltenen Fettsäuren ungesättigt sind und diese mindestens 20 Prozent der Energie liefern. Für die Bezeichnungen „Mit einem hohen Gehalt an einfach ungesättigten Fettsäuren“ und „Mit einem hohen Gehalt an mehrfach ungesättigten Fettsäuren“ müssen mindestens 45 Prozent der Fettsäuren ungesättigt bzw. mehrfach ungesättigt sein.

Die Angaben „Quelle von Omega-3-Fettsäuren“ und „Mit einem hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren“ dürfen nur noch verwendet werden, wenn bei Verzehr von 100 Gramm oder 100 kcal mindestens eine bestimmte Menge der gesunden Fettsäuren aufgenommen wird. Dies gilt nur, wenn von dem beworbenen Lebensmittel mindestens 100 Gramm (oder eine 100 kcal entsprechende Menge) auf einmal verzehrt werden können.

Weggefallen aus der Liste der erlaubten nährwertbezogenen Angaben sind dagegen die Bezeichnungen „Energiequelle“ und „reich an Kohlenhydraten“. Sie dürfen nicht mehr verwendet werden, da die Bezeichnungen nicht wissenschaftlich fundiert sind.