Ampelkennzeichnung bald vom Tisch?

Rot, gelb und grün – es könnte so einfach sein. Wie uns im Straßenverkehr eine Ampel Stop und Go anzeigt, könnte sie uns auch auf dem Weg zur gesunden Ernährung helfen.
Ampelkennzeichnung bald vom Tisch?
Ampelfarben: Rot, Gelb, Grün

Vergangene Woche gab der EU-Umweltausschuss sein Votum ab, ob eine EU-Verordnung zur farbigen Kennzeichnung von Lebensmitteln erstellt wird oder nicht. Das Ergebnis war denkbar knapp: 31 von 61 Abgeordneten des Umweltausschusses stimmten dagegen, Lebensmittelhersteller zur Ampelkennzeichnung ihrer Produkte zu verpflichten. Bis Mai muss sich nun das Plenum des EU-Parlaments mit dem Thema auseinandersetzen, um in der finalen Entscheidung endgültig für oder gegen eine Verordnung zu stimmen.

Der Vorabstimmung ging eine mehrjährige kontroverse Diskussion voran: Die geplante EU-Verordnung soll Hersteller verpflichten, verständliche Informationen zu den Inhaltstoffen auf ihren Produkte anzugeben. Rot stünde demnach für viel, Gelb für mittel und Grün für wenig Fett, Zucker oder Salz. Außerdem sollen schon auf der Vorderseite der Verpackung die Kilokalorien angezeigt werden. Lebensmittel könnten so auf einen Blick eingeordnet und verglichen, Dickmacher leicht identifiziert werden. Auch deshalb gilt die Ampelkennzeichnung unter Verbraucherschützern als wichtige Maßnahme gegen Übergewicht. Kritiker dagegen geben zu bedenken, dass die Ampelkennzeichnung zu eindimensional und plakativ gedacht wäre. Apfelsaft bekäme etwa aufgrund des hohen Zuckergehaltes ein rotes Kennzeichen, während Diät-Cola grün ausgezeichnet würde.