Die Kunst des Essens

Auch Literatur kann ein Genuss sein, vor allem dann, wenn sie von kulinarischen Freuden handelt. Bei "Die Kunst des Essens" von MFK Fisher ist dies der Fall.
Die Kunst des Essens
"Die Kunst des Essens"

Gibt es denn nichts wichtigeres, als über Essen zu schreiben? Auf diese Frage antwortete die hoch betagte Autorin MFK (steht für Mary Frances Kennedy) Fisher nur: „Wir essen. Wir alle essen.“ Die Amerikanerin aß nicht nur gern, sie schrieb auch leidenschaftlich gern darüber. In über 20 Büchern hat sie den lukullischen Zeitgeist ganzer Epochen eingefangen, seien es die 1930er auf dem französischen Land oder die 1950er in Amerika. Eine Auswahl ihrer kulinarischen Essays ist unter dem Titel „Die Kunst des Essens. Anleitung zum Genuss.“ in der edition ebersbach erschienen.

Herausgeberin Brigitte Ebersbach hat 20 literarische „Gänge“ zusammengestellt, kurze Momentaufnahmen, die sich jeweils einem feinschmeckerischen Thema widmen. Dass es dabei um mehr geht als ums Kochen oder Essen, merkt der Leser schon an den Titeln der Essays: Ob sich MFK Fisher nun dem „Essen in Einsamkeit“ widmet, ihre „Erste Auster“ beschreibt oder Tipps gibt, „Wie man Eier nicht kochen sollte“, immer entwirft sie ein Gesamtbild von Essen, Leben, Denken und Genießen. Ihre farbenfrohen, sinnlichen Erinnerungen wirken wie kulinarische Träume, trotzdem bleibt die Autorin eine sachkundige, scharfsinnige Beobachterin. Eine echte „Anleitung zum Genuss“!

„Die Kunst des Essens“ ist in der edition ebersbach erschienen und kostet 19,80 €.