Das schreiben die anderen

Eine kleine Rückschau auf Themen, die Food-Seiten weltweit im März bewegten.

Rose Gray

Anfang des Monats lag die englischsprachige Food-Szene in großer Trauer: Rose Gray, eine Pionierin der englischen Küche, starb am 28. Februar mit 87 Jahren an Krebs. Sie hatte, inspiriert von einem langen Italienaufenthalt, Ende der 1980er Jahre in London das "River Café“ mitbegründet, das schnell zu einer der renommiertesten Adressen für Gourmets in London wurde. Unter Rose Grays Leitung entstand hier die moderne englische Küche. Durch neue Rezepte mit dem gewissen Etwas und die Verwendung frischer, saisonaler Zutaten befreite sie die Inselküche vom schlechten Ruf der ungesunden Eintopfküche. Ihr ist die Leichtigkeit des Kochens zu verdanken, mit der beispielsweise auch Jamie Oliver, ihr prominentester Schüler, so erfolgreich ist. Jamie Oliver und viele weitere Kollegen zollen ihr im Blog des Guardian Tribut.

Salz-Verbot in New York

Ein weiteres großes Thema im Monat März war ein Gesetzesentwurf der New Yorker Regierung, die sich scheinbar im Gesundheitswahn befindet: In Vorbereitung ist ein komplettes Salzverbot für Restaurants und Imbisse. Das Salzen von Speisen in Restaurants soll künftig komplett verboten werden. Viele amerikanische Gesundheitsorganisationen unterstützen die Salz-Prohibition, da zu viel Salz dem Körper schaden kann. Man bedenke: Zu wenig Salz schadet genauso.

Molekularküche im TV

Schon im Vorfeld mit Spannung erwartet wurde eine neue Kochshow im amerikanischen Fernsehen, die seit gestern auf dem Pay-TV-Sender Planet Green läuft. In "Future Food" dreht sich alles rund ums Thema Molekularküche und wie diese zum Umweltschutz beitragen kann. In der ersten Folge bereiteten die beiden Köche Homaru Cantu und Ben Roche ein Fisch- und Meerestiere-Menü zu, ohne ein einziges Tier in der Küche zu haben. Trotzdem soll es authentisch geschmeckt haben. Eine Lösung für das weltweite Problem der Überfischung?

Wok-WM

Die US-Presse amüsierte sich außerdem köstlich über die verrückten Deutschen und Stefan Raabs Wok-WM. Bei der seit 2003 jährlich stattfindenden Veranstaltung werden chinesische Woks zweckentfremdet, indem C-Promis darin eine Bob- oder Rodelbahn herunterjagen. Spektakulärerweise erreichen die schnellsten bis zu 75 km/h. Selbstverständlich wird das Publikum der Wok-WM im Wall Street Journal als „ 6.000 bratwurst-chowing, beer-downing wok fans“ beschrieben.