Culina Classica

Über 4 Kilo schwer, 5 Zentimeter dick und ein glitzer-silberner Einband – das im Februar erschienene Kochbuch „Culina Classica“ ist im Regal wohl nicht zu übersehen. Es verspricht „Kochen lernen von den Profis“.
Culina Classica
Über 700 Seiten französische Küche

Mit den „Profis“ sind die Meisterköche der berühmten Pariser Kochschule „Le Cordon Bleu“ gemeint. Die seit 1895 bestehende Kochschule ist eine der bekanntesten kulinarischen Institutionen und unterrichtet an 26 verschiedenen Orten weltweit Schüler in französischer Küche. Die Gerichte aus „Culina Classica“ stammen allesamt aus der Gourmetschule. Wie zu erwarten finden wir hier vor allem Rezepte aus der klassischen französischen Küche, bisweilen mit internationalem Einschlag: Hühner-Consommé, Cassoulet oder Hummer américaine beispielsweise. Die Rezepte sind in 11 Kategorien zusammengefasst, die von „Suppen“ über „Geflügel“, „Fleisch“ und „Gemüse“ bis hin „Gebäck“ und „Desserts“ reichen. Zusätzlich gibt es ein Kapitel mit dem Titel „Praktische Tipps“, die mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen und detaillierten Fotos Hilfestellung beim Auslegen einer Kuchenform, beim Säubern von Miesmuscheln oder beim Tranchieren von Geflügel geben.

Das Kochbuch beginnt ohne großes Vorwort direkt mit dem ersten Rezept. Die Rezepte, die wir in „Culina Classica“ finden, sind auf den ersten Blick eher deftig und sehr sahne- oder butterlastig. Ein Hobbykoch erhält hier, wenn schon keine neue Inspiration, immerhin eine schöne Zusammenstellung von über 300 Klassikern. Einziges Manko des Buches sind die Rezeptfotos. Passend zu den traditionellen Rezepten sind die Gerichte alle sehr opulent in Szene gesetzt und erinnern damit etwas an die Optik von Kochbüchern der 1970er Jahre.

"Culina Classica" ist bei h.f. ullmann publishing erschienen und kostet 29,95 Euro.