So schmecken Wildpflanzen

Vogelmiere, Haselnussblatt oder Sanddorn – das Gute wächst direkt vor der Haustür! Meinrad Neunkirchner und Katharina Seiser zeigen, wie raffiniert sich mit vermeintlichem Unkraut kochen lässt.
So schmecken Wildpflanzen
144 Rezepte mit Wildpflanzen

Wildpflanzen und Wildkräuter sind bei uns schon beinahe in Vergessenheit geraten. Sehr zu Unrecht, denn Wildpflanzen sind kleine Aroma-Wunder und sollten ihren Weg in die Küche finden. Das Kochbuch versammelt nach Jahreszeiten geordnet 30 heimische Wildpflanzen, die ein Aroma-Experiment wert sind. Natürlich gibt es wilde Pflanzen nicht auf dem Wochenmarkt oder gar im Supermarkt nebenan zu kaufen. Der erste Schritt führt also nicht etwa in die Küche, sondern nach draußen. Ausführlich und mit schönen Bildern versehen beschreiben die Autoren, wie, wann und wo Wildpflanzen am besten gesammelt werden. Damit die Blüten, Blätter, Früchte, Wurzeln und Pilze auch sicherlich erkannt werden, ist dem Schmöker noch ein kleines Heft mit den wichtigsten Infos und Farbbildern für die Hosentasche beigelegt.

Nach erfolgreicher Suche wieder zu Hause angekommen, kann es auch schon losgehen mit dem Kochen. Zu jeder der Wildpflanzen steuert der „Meister der Aromen“ Meinrad Neunkirchner einige kreative, manchmal ungewöhnliche Rezepte bei: Mit von der Partie sind zum Beispiel „Gebratene Maishendlbrust mit glacierten Hollergurken“, „Kalbslebermousse mit eingelegten Klettenwurzeln“ oder „Taubenbrüsterl im Haselnussblatt“.

Unser Kommentar: Jedes Gericht ist mit einem schönen, ästhetisch-schlichtem Foto versehen, darüber hinaus gibt es Wein- oder Beilagenempfehlungen. Die Rezepte sind übersichtlich gegliedert und gut nachvollziehbar. Wer nun selbst Lust auf Wildpflanzen bekommen hat: Jetzt im April haben zum Beispiel Gänseblümchen, Waldmeister und Bachkresse Saison.

"So schmecken Wildpflanzen" ist im löwenzahn Verlag erschienen und kostet 29,95 Euro.