Bestes Franzbrötchen 2010

Hamburg ist die Stadt des Franzbrötchens! Hier fand am 2. Mai der erste internationale Franzbrötchen-Kongress statt. Eingeladen hatten die Bäcker-Innung Hamburg und Manfred Beseler, Gründer des Franzbrötchen-Verlags. Liebhaber des süßen Feingebäcks aus Plunderteig, Zucker und Zimt wählten das beste Franzbrötchen 2010.

Eine kleine Bäckerei gewinnt

Bestes Franzbrötchen 2010
21 Franzbrötchen im Test

Die Besucher des Franzbrötchen-Kongresses konnten im Kulturwerk West auf St. Pauli insgesamt 21 Franzbrötchen probieren und bewerten, die morgens frisch angeliefert wurden. Welches Franzbrötchen aus welcher Bäckerei stammte, war nicht zu erkennen. Bewertet wurden Aussehen, Geschmack und der Gesamteindruck nach dem "Schulnotensystem" von 1 bis 5. Mit der Gesamtnote 1,8 gewann das Franzbrötchen aus einer kleinen Bäckerei in dem Hamburger Stadtteil Fuhlsbüttel, dem "Café Luise". Auf Platz 2 schaffte es das Franzbrötchen der Bäckereikette Kamps mit der Note 2. Die Bäckerei Weiss und Sohn aus dem Hamburger Umland kam mit der Note 2,1 auf Platz 3.

Hier finden Sie die Sieger-Franzbrötchen:

1. Café Luise, Erdkampsweg 12, 22335 Hamburg

2. Bäckerei Kamps, z.B. Spitaler Str. 22, 20095 Hamburg

3. Bäckerei Weiss und Sohn, z.B. im Kaufhaus Bade, Kastanienallee 2, 21255 Tostedt

Neues aus der Welt des Franzbrötchens

Bestes Franzbrötchen 2010
Franzbrötchen mit Mohn

Neben der Wahl zum besten Franzbrötchen 2010, standen weitere Punkte auf dem Kongress-Programm. Annette Hillringhaus vom Museum der Brotkultur Ulm berichtete von neuen Erkenntnissen zum Ursprung des Franzbrötchens. So ist in einer alten Chronik des Hamburger Bäckerhandwerks ein Handzettel mit dem Backwaren-Sortiment einer Hamburger Bäckerei von 1825 zu finden. Das Sortiment umfasst auch rundes, krauses Franzbrot von einem Franz'schen Bäcker aus Altona. Altona gehörte zu dieser Zeit zu Dänemark. Über den "Erfinder" des Franzbrötchens sind weiterhin Fragen offen: Seit wann gab es die Franz'sche Bäckerei in Altona aus denen das krause, runde Franzbrot kam? Wer war der Gründer und ist dieser auch der "Erfinder" des klassischen Franzbrötchens aus Altona gewesen? Und inwieweit ist das Franzbrötchen von der dänischen und französischen Backkultur beeinflußt?

Für Gesprächsstoff sorgte auch die Frage "Wie muss ein Franzbrötchen schmecken?". Die einen mögen es am liebsten trocken und luftig und schmieren extra Butter darauf. Die anderen lieben es, wenn es innen noch schön klitschig ist. Neben dem klassischen Franzbrötchen gab es auch Varianten mit Mohn, Apfel, Schokolade und Streuseln zum Probieren. Heinz Hintelmann von der Bäcker-Innung Hamburg bereitete auf der Bühne Franzbrötchen live zu, die anschließend von den Besuchern frisch und warm verkostet wurden. Und das süße Feingebäck wurde auch musikalisch geehrt, mit der "Franzbrötchen-Hymne". Ein rundes Programm für Franzbrötchen-Liebhaber!

Noch mehr Informationen rund um das Thema Franzbrötchen finden sie auf www.franzbroetchen.de.