Fischalarm im Mittelmeer

Anlässlich des gestrigen Weltmeertages hat die Europäische Kommission Alarm geschlagen: Auch im Mittelmeer sind die Fischbestände extrem überfischt.
Fischalarm im Mittelmeer
Typische Mittelmeerfische sind Doraden, Seezungen oder Rotbarben

Laut Europäischer Kommission sind über 54 Prozent der Fischbestände im Mittelmeer überfischt. Deshalb wurden alle EU-Mittelmeerländer erneut zu sofortigem Handeln aufgerufen. In erster Linie geht es um die Einhaltung der seit 2006 bestehenden "Mittelmeerverordnung". Diese Verordnung, auf die sich vor vier Jahren einvernehmlich geeinigt wurde, zielt insbesondere auf nachhaltige Fischerei, den Schutz des Ökosystems Meer und die Regeneration von gefährdeten Fischbeständen. Die Mittelmeerverordnung trat nach einer dreijährigen Vorbereitungsphase am 1. Juni 2010 für alle Länder verbindlich in Kraft, jedoch wurden bei einer ersten Kontrolle im Juni starke Mängel in der Fischereiwirtschaft und Verstoße gegen die Vorschriften festgestellt.

Was können Verbraucher tun?

Generell wird vermehrt empfohlen, weniger Fisch zu essen. Außerdem sollten Sie beim Fischeinkauf ganz genau auf die Herkunft des Fisches achten. Eine Orientierungshilfe, was Fischeinkauf und bedrohte Fischarten angeht, sind beispielsweise das MSC-Siegel, die Marke Followfish oder der Greenpeace Fischratgeber.