Konventionell angebaute Johannisbeeren mit Pestiziden belastet

In einer neuen Untersuchung weist Greenpeace eine übermäßige Pestizidbelastung in Johannisbeeren aus konventionellem Anbau in Deutschland nach. Bei Bio-Johannisbeeren wurden keine Rückstände von Pestiziden gefunden. Auch bei Himbeeren ist die Belastung deutlich geringer.
Konventionell angebaute Johannisbeeren mit Pestiziden belastet
Johannisbeeren sind gemäß Greenpeace mit Pestiziden belastet

Getestet wurden hauptsächlich in Deutschland angebaute Beeren aus vier großen deutschen Handelsketten. Zwar überstieg die Menge der einzelnen Pestizide nicht die zugelassenen Grenzwerte, doch hat die Anzahl der Pestizide seit dem letzten Greenpeace-Test im Jahr 2006 zugenommen. So sind die untersuchten Johannisbeeren im Schnitt mit annähernd sechs unterschiedlichen Pestizidsorten belastet. Laut Greenpeace wollen Beeren-Produzenten durch den Gebrauch mehrere Pestizidsorten die Grenzwerte für einzelne Pestizide einhalten. Zudem ermittelten die Umweltschützer auch Johannisbeeren, die mit den Stoffen Dodin und Difenoconazol behandelt wurden, Pestiziden, die in der EU nicht zugelassen sind. Die Organisation schätzt die derzeitige Belastung der untersuchten Johannisbeeren als gesundheitsgefährdend ein und fordert die Einführung von Grenzwerten bei Mehrfach-Rückständen.

Bio-Johannisbeeren pestizidfrei

Sämtliche Bio-Proben, die von Greenpeace untersucht wurden, waren frei von Pestizid-Rückständen. Zudem waren Himbeeren weniger mit Pestiziden belastet als in der Vergangenheit und 29 Prozent waren frei von Pestiziden. Insgesamt hatten Greenpeace-Mitarbeiter Anfang Juli 31 Proben von Johannisbeeren und Himbeeren in Berlin, Dresden, Frankfurt a. M., Hamburg, Friedrichshafen, Karlsruhe und Weingarten gekauft. Die Beeren der Handelsketten Aldi-Süd, Edeka, Metro/REAL und REWE/Penny wurden von einem Speziallabor auf mehr als 300 Pestizide untersucht.

Greenpeace Studie