foodwatch untersucht Frischfleisch

Die Verbraucherschutzorganisation foodwatch hat Frischfleisch im Labor genauer unter die Luper genommen und kritisiert nun den Einsatz von Sauerstoff beim Abpacken. Der Grund: Das Fleisch wird dabei aufgehübscht.
foodwatch untersucht Frischfleisch
Rot ist nicht gleich frisch

Frischfleisch im Supermarkt ist oft mit dem Hinweis "Unter Schutzatmosphäre verpackt" versehen. Hinter dieser Schutzatmosphäre verbirgt sich nicht etwa eine besonders keimfreie Umgebung, sondern ein mit Sauerstoff angereichertes Gasgemisch. Der Sauerstoff wirkt wie eine kosmetische Behandlung für Supermarktfleisch: Es erzeugt den Muskelfarbstoff Myoglobin, entwickelt so eine rötliche Farbe und sieht auch nach Tagen noch appetitlich rosig-frisch aus. Ohne den Sauerstoff würde das Fleisch dagegen relativ schnell dunkler werden – und vom Verbraucher natürlich weniger gekauft. foodwatch kritisiert dies nun als „Irreführung der Verbraucher“, da das Fleisch optisch wesentlich frischer aussieht, als es eigentlich ist. Tatsächlich begünstigt die Sauerstoffbehandlung den natürlichen Verfall, so dass das Fleisch sogar schneller alt und ranzig schmeckt. Darüber hinaus aber birgt der Einsatz von Sauerstoff laut foodwatch auch gesundheitliche Gefahren. Bereits seit Jahren sei bekannt, dass sich im Fleisch nach einer Sauerstoffbehandlung toxische Stoffe bilden können.

Laut foodwatch wird in Deutschland jedes zweite Stück Fleisch im Supermarkt gekauft. foodwatch hat 154 Proben von „unter Schutzatmosphäre verpacktem“ Fleisch untersucht und festgestellt, dass alle großen Handelsketten ihr Fleisch diesem Sauerstoff-Lifting unterziehen.

Auf der Website von foodwatch gibt es nun eine Mailaktion gegen den Einsatz von Sauerstoff beim Abpacken von Frischfleisch.