Deutschland isst mehr Fisch

Laut dem Fisch-Informationszentrum e.V. ist der Pro-Kopf-Verbrauch von Fisch und Meeresfrüchten in Deutschland im Jahr 2009 im Vergleich zu 2008 von 15,6 auf 15,7 Kilogramm gestiegen. An erster Stelle steht Alaska-Seelachs, gefolgt von Hering und Lachs.

Diese Fische werden am meisten verzehrt

Fisch-Grafik
Fischverbrauch: Alaska-Seelachs steht an 1. Stelle

Alaska-Seelachs macht den größten Anteil beim Fischverzehr aus. An zweiter Stelle kommt Hering, gefolgt von Lachs, Tunfisch, Boniten und Pangasius. Die wenigsten Verbraucher bereiten den Fisch frisch zu - 9 Prozent der Fische werden als Frischfisch verkauft. Viel häufiger landen bei uns Tiefkühlfisch (34 Prozent) und Konserven und Marinaden (26 Prozent) in den Einkaufskörben. Mit 15 % stehen Krebs- und Weichtiere an dritter Stelle.

Um unseren Pro-Kopf-Verbrauch von 15,7 Kilogramm (Fanggewicht) einzuordnen, ein Blick auf andere Länder: Spitzenreiter im Fischkonsum sind laut EU die Isländer mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von 90 Kilogramm im Jahr. Portugiesen essen 55 und Spanier 40 Kilogramm Fisch im Jahr. Österreicher kommen auf 8 und Rumänen auf 4 Kilogramm. Der Weltdurchschnitt liegt bei 17 Kilogramm.

Fisch bewusst kaufen - Fischbestände schützen

MSC Siegel
Nachhaltig Fisch kaufen: MSC Siegel

Die steigende Nachfrage nach Fisch- und Fischprodukten und die Überfischung vieler Fischbestände führen dazu, dass zahlreiche Fischarten vom Aussterben bedroht sind. Besonders der rote Tunfisch, Makrele, der europäische Aal und der Hering sind betroffen. Als Verbraucher kann man seinen Teil zum Schutz der Fischbestände beitragen, indem man zum Beispiel beim Einkaufen auf das MSC-Siegel achtet. Das blaue Umweltsiegel ist auf Fisch- und Meeresfrüchte-Produkten zu finden, die aus einer nachhaltiger Fischerei stammen - das heißt die Fische werden schonend gefangen, Fangmengen nicht überschritten und bestimmte soziale und ökologische Standards werden eingehalten. So sollen Bestände geschützt werden.

Vor dem Fisch-Einkauf lohnt es sich zudem, sich über aktuelle Fischbestände zu informieren. Auf dem Internetportal Fischbestände Online zum Beispiel gibt es eine Datenbank die darüber informiert, welche Fischart in welchem Fanggebiet in welchem Umfang vorhanden ist. Um zurück zu verfolgen, wo der Fisch in Fischprodukten herkommt, hilft Followfish. Hier kann man einen Code, der auf den Followfish-Verpackungen steht eingeben und sehen, wo der Fisch gefangen wurde.